„Sieh mich sterben“

Neuer Termin für Presswerk-Abriss: Industriebrache soll bis Mai weichen

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Herscheid - „Sieh mich sterben“ steht in englischer Sprache an einer Wand: Kaum treffender könnte man beschreiben, was derzeit mit dem alten Presswerk an der Hohle Straße geschieht.

Seit Ende Januar läuft der Abriss der Industriebrache. Beauftragt ist ein Unternehmen aus Hamm, das jetzt erstmals einen Blick ins Innere der Hallen gewährte. Der Abriss selbst verlaufe „so weit ohne Probleme“, teilten die Arbeiter mit.

Lediglich den Müll aus dem Gebäude zu räumen und die Werkstoffe zu sortieren, habe lange gedauert. Diese Arbeiten seien nun größtenteils erledigt, sodass mit dem Abriss des Mauerwerks wohl noch in dieser Woche begonnen werden kann. „Wenn alles gut läuft, sind wir in sechs Wochen fertig.“ Nicht abgerissen wird die Netto-seitig stehende Halle.

Sie soll in diesen Tagen abgebaut und verladen werden und bekommt ein zweites Leben in Bielefeld. Die im Keller lagernden Lösungsmittel und Lacke werden vom Schadstoffmobil abgeholt. Was eine Nachnutzung der Fläche angeht, plane die Gemeinde den Bau einer „altengerechten und barrierefreien Wohnanlage“, wie Bauamtsleiter Lothar Weber sagt. Die zentrale Lage eigne sich dafür gut.

Erwerben wollen der neue Wohnungsbau-Investor und die Gemeinde das mehr als 4 000 Quadratmeter große Grundstück zum Bodenwert – allerdings nur dann, wenn das Presswerk restlos, „inklusive der Bodenplatte zurückgebaut wird“, so Weber.

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