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Die Nummer eins auf der Lok

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Von: Marie Veelen

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Udo Feldhaus, Vorsitzender der Märkischen Museumseisenbahn (li.), mit dem neuen Lokführer Benni Riedesel in der Dampflok Bieberlies © Veelen

Herscheid - Ob am Blaulichttag oder bei Grünkohl- oder Nikolausfahrten – die Märkische Museumseisenbahn veranstaltet viele Fahrtage im Jahr für interessierte Gäste. Dafür sind auch einige Lokführer nötig. Seit kurzem hat Benni Riedesel seine Ausbildung zum Dampflokführer bestanden und ist nun der erste Hüinghauser, der die Lok an diesen Tagen führt.

Die Museumsbahn ist schon lange ein Hobby des 27-Jährigen. „Schon als Jugendlicher ist er zu uns in den Verein gekommen“, erinnert sich Udo Feldhaus, Vorsitzender der MME. Nach seiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker fing Benni Riedesel vor drei Jahren auch hauptberuflich bei der MME an, als Lok- und Bahnschlosser. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem die Restaurierung von Fahrzeugen.

Bevor er zum Lokführer wurde und nun auch an den Fahrtagen die Bieberlies steuert, musste der Hüinghauser mehrere Stationen in der Ausbildung absolvieren. Zuerst musste er die Prüfung zum Rangierer ablegen. „Das ist der Einstieg in die Thematik“, erklärt Udo Feldhaus. Man erlerne, wie gekuppelt wird und wie die Fahrzeuge eingestellt werden. Es folgte die Prüfung zum Kesselwärter und Heizer und zum Zugführer.

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Als Lok- und Bahnschlosser arbeitet Benni Riedesel auch den Rahmen eines Güterwagens auf, dessen Teile teilweise von 1906 sind. © Veelen

Während der Lokführer für die Steuerung der Lok zuständig ist, gewährt der Zugführer den ordnungsgemäßen Ablauf der Fahrt. Er gibt vom Bahnsteig aus Signale zur Abfahrt, sobald alle Fahrgäste eingestiegen sind, achtet darauf, dass der Fahrplan eingehalten wird und erhält bei Störungen Nachricht.

Der Hauptberuf von Benni Riedesel ist Lok- und Bahnschlosser und seine Tätigkeit als Lokführer ist in gewisser Weise sein Hobby, aber auch nützlich für seinen Beruf. „Ich will die Fahrzeuge, an denen ich arbeite, auch selbst bewegen können“, sagt der Hüinghauser.

Benni Riedesel ist der erste Lokführer des Vereins, der aus Hüinghausen kommt. Der Betriebsleiter Norbert Steiner, der ebenfalls Lokführer der MME ist, kommt aus Meinerzhagen. Die beiden anderen Lokführer, Jan Kommans und Robert Angerhausen, kommen von noch weiter her, sie wohnen in Aachen und am Niederrhein. „Die vier wechseln sich in Zukunft ab. Das ist besonders praktisch, da bald eine zweite Dampflok hinzukommt“, erklärt Udo Feldhaus. Ab diesem Zeitpunkt würden nämlich auch zwei Lokführer für einen Fahrtag benötigt. Ein weiteres Vereinsmitglied, Robert Schildchen aus Meinerzhagen, ist zudem derzeit in der Ausbildung, sodass die MME bald einen fünften Lokführer bekommt.

Weitere Loks:

Die MME wird in den nächsten Jahren zwei weitere Loks einsetzen. Die erste soll Ende 2019 eingesetzt werden. Sie wurde vor ein paar Jahren erworben und fuhr früher zwischen Mosbach und Mudau im Odenwald. Die dritte Lok soll 2021 kommen. Dabei handelt es sich um die Lok, die bis vor kurzem in Altena am Bahnhof als Denkmal stand. Diese wird derzeit restauriert.

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