Spezialmaschine auf der L 696

Neuemühle: Mobilbagger erleichtert Gehölzpflege

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Spezialmaschine in Aktion: Der Fällbagger des Landesbetriebes Straßen NRW ist in dieser Woche mit der Gehölzpflege an der Landstraße 696 bei Neuemühle beschäftigt. 

HERSCHEID - Der weit ausfahrbare Greifarm fasst den massiven Stamm ohne Probleme und befördert das sperrige Gehölz in wenigen Sekunden aus der Böschung. Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei nicken zufrieden und visieren bereits den nächsten Baum an.

Diese ungewöhnliche Szenerie ist aktuell in vielfacher Form an der Landstraße 696 zwischen Reblin und Neuemühle zu beobachten – im Rahmen der „Gehölzpflege“, die der Landesbetrieb Straßen NRW beauftragt hat. 

Trotz des ergiebigen Dauerregens nahmen die Forstfachleute am Montag pünktlich zu Beginn der neuen Pflegesaison ihre Arbeit auf. Dafür installierten sie eine Ampelanlage, damit die Fällarbeiten während des laufenden Verkehrsbetriebes erfolgen können. Bis zum heutigen Freitag müssen sich Autofahrer auf diese Beeinträchtigung einstellen. 

Vor Ort zeigt sich das Ausmaß des Einsatzes, bei dem die heimische Straßenmeisterei eine Spezialmaschine mit im Gepäck hat: Ein „Mobilbagger“ wurde den Herscheidern für die Gehölzpflegearbeiten vom Landesbetrieb zur Verfügung gestellt. 

Das Fahrzeug besitzt einen angebauten „Schnitt Griffy“, dessen Fällgreifer vom Seitenrand aus arbeiten können und dafür sorgen, dass die Gehölzflächen nicht befahren werden müssen. Die beteiligten Einsatzkräfte haben dadurch die Möglichkeit, genügend Abstand von den zu fällenden Bäumen zu halten. 

Anders als bei Arbeiten mit der Motorsäge, die besonders in steilen Böschungslagen riskant sind, gibt es beim Einsatz derartiger Maschinen einen deutlich verbesserten Arbeitsschutz. Hinzu kommt eine effizientere Arbeitsweise, die den Fällauftrag eindeutig beschleunigen kann. 

Die etwas radikal wirkende Methode ist derweil die beste Möglichkeit, die Umsturzgefahr der Bäume und plötzliche Astbrüche langfristig zu verhindern. Deshalb müssen die Baumbestände regelmäßig auf eventuelle Schäden und ihre Standfestigkeit geprüft werden. 

Mit dem Start der Vegetationsphase im Oktober dürfen Gehölze an den Straßen zurückgeschnitten, geläutert oder auf den Stock gesetzt werden. Bei der letzteren Methode werden die Gehölze wenige Zentimeter über dem Boden gekappt. Was Außenstehenden häufig als ein „Kahlschlag“ erscheint, hilft nach Auskunft von Straßen NRW der Natur dabei, sich zu verjüngen und neu aufzustellen.

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