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Neue Regelung, kaum Veränderung: Das sagen Wirte zu 3G in der Gastronomie

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Von: Volker Halbhuber

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Eine Neuauflage der Tischzauberei in Reblin ist erst für 2023 geplant.
Eine Neuauflage der Tischzauberei in Reblin ist erst für 2023 geplant. © Archivfoto: Gerhard

Seit Anfang März gilt in der Gastronomie wieder die 3G-Regel, also geimpft, genesen oder getestet. Aber macht sich das schon bei den heimischen Wirten bemerkbar? Wir haben uns in drei Herscheider Betrieben umgehört und ein erstes Stimmungsbild eingefangen.

Herscheid - Im Hotel-Restaurant „Zum Adler“ konnte auf Anhieb keine Änderung festgestellt werden, zumal der Besuch zuletzt schon gut gewesen sei, wie Wirt Klaus Dieter Fürth berichtet: „Ich könnte jetzt gar nicht kurzfristig feststellen, ob sich durch die neue Regelung für uns Mehrbesuche ergeben. Dafür sind gerade die Wochenenden so gut besucht, dass sich das hier nicht auswirken wird.“

Zu weiteren Ausführungen kommt er an diesem gut besuchten Abend nicht: „Sie sehen ja, was hier los ist“, entschuldigt sich Fürth für das abrupt beendete Gespräch, da er sich umgehend wieder den Bestellungen der Besucher im Gastraum kümmern muss.

Von direkten Auswirkungen am ersten Wochenende konnte auch Peter Schürmann vom gleichnamigen Landgasthaus in Grünenthal nicht berichten. Ja, es gäbe zwar Anfragen von Personen, die nun wieder kommen wollen würden, aber ob sich das wirklich so stark bemerkbar macht, bezweifelt Schürmann.

Koch Peter Schürmann ist froh, dass sein Lieferdienst auch in der harten Coronazeit ein verlässliches Standbein war.
Koch Peter Schürmann ist froh, dass sein Lieferdienst auch in der harten Coronazeit ein verlässliches Standbein war. © Foto: Halbhuber

Ob nun 3G oder nicht: Viele Stammgäste sorgten schon in den letzten Monaten für einen zumindest zufriedenstellenden Besuch. Darüber hinaus ist Schürmann auch als Caterer mit Lieferdienst tätig. „Das hat gerade in der harten Zeit schon sehr geholfen“, erzählt Schürmann.

Anders sieht es im Hotel Jagdhaus Weber bei Harald und Bärbel Weber aus: Aufgrund von Personalmangel sind die beiden Hotel- und Restaurantbetreiber zurzeit Einzelkämpfer und bieten daher vorerst Restaurantbetrieb nur für Hotelgäste an. Der Fachkräftemangel im Gastronomiebereich macht vor Reblin keinen Halt.

Die Auswirkungen: „Es gibt zwar Anfragen für den Restaurantbesuch. Aber diese müssen wir aus personellen Gründen aktuell noch absagen“, bedauert Weber. Auch Veranstaltungen sind derzeit nicht möglich. Die Suche nach Servicekräften für Hotel und Restaurant laufe derzeit auf Hochtouren. „Wir freuen uns über jeden, der sich meldet“, sagt Weber.

Als Gastgeber von Veranstaltungen wie „Ausgetrickst“ und „Tischzauberei“ vermisst Weber die Zauberabende sehr. „Aber wir stecken in den Planungen“, macht Weber Hoffnung, dass bald auch wieder diese Abende stattfinden können. Für den Herbst sei ein erster „Ausgetrickst“-Abend vorgesehen und in 2023 soll es auch wieder Tischzauberei geben. Weber hofft, dass sich bis dahin die personelle Situation verbessert hat.

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