Anpassungen nötig

Neue 3G-Regel: So sehen Fitnessstudios und Freibäder die neuen Bestimmungen

Um sich fit zu halten, machen viele Sport. Seit Freitag gilt jedoch eine neue Corona-Schutzverordnung. Gibt es im Sportbereich nun neue Einschränkungen?

Herscheid – Um sich fit zu halten, gehen viele wandern, schwimmen oder powern sich beim Kraftsport im Fitnessstudio aus. Das sorgt für Abwechslung im tristen Corona-Alltag. Seit Freitag gilt jedoch eine neue Corona-Schutzverordnung. Die Drei-G-Regel hat die verschiedenen Inzidenzstufen abgelöst. Kommen jetzt im Sportbereich neue Einschränkungen? (News zum Coronavirus)

GemeindeHerscheid
Größe58,92 km²
Einwohner6988 (31. Dez. 2020)

Neue Drei-G-Regel: So sehen Fitnessstudios und Freibäder die neuen Bestimmungen

Tatsächlich musste es in den Fitnessstudios kleinere Anpassungen geben: „Wir kontrollieren beim Check-In jetzt wieder, ob ein Testnachweis, ein Impfnachweis oder ein Genesungsnachweis vorliegt“, berichtet Markus Gärtner, Leiter des Feelgood-Fitnessstudios. Ein Mitarbeiter muss dafür nicht extra abgestellt werden, „es ist sowieso immer einer da“.

„Sonst hat sich gar nicht viel geändert“, meint Gärtner. Kontaktdaten zur Nachverfolgung wurden im Feelgood bis zuletzt aufgenommen, auch wenn es gesetzlich nicht verlangt war. „Wir haben das trotzdem gemacht, denn wir wollen auf der sicheren Seite sein.“

Neue Drei-G-Regel: So sehen Fitnessstudios und Freibäder die neuen Bestimmungen

Gärtner hofft, dass die Besucherzahlen nicht durch die Drei-G-Regel zurückgehen. Denn gerade sei die Nachfrage enorm hoch – „untypisch für den Sommer. Es gibt auch viele Neuanmeldungen“, berichtet der Fitnesstrainer und freut sich über diese Entwicklung. „Die Leute sehnen sich danach, das hat man auch nach dem Lockdown richtig gemerkt. Das Training hier ist das eine, aber auch die sozialen Kontakte sind vielen Mitgliedern sehr wichtig.“

Gärtner kann sich durchaus vorstellen, dass wegen der Drei-G-Regel nun einige Menschen, die Tests und Impfung verweigern, dem Fitnessstudio fernbleiben. Das kostet künftig ein Corona-Test für Ungeimpfte. „Das spaltet momentan ein bisschen die Gesellschaft“, sagt er. Die Zahl dieser Personen werde sich bei ihm aber wohl „absolut in Grenzen halten“. Woran sich im Feelgood nichts ändert, ist die Maskenpflicht auf dem Weg durch das Studio. Lediglich an den Geräten und unter der Dusche sind die Sportler davon befreit.

Ganz ähnlich wie im Feelgood geht es seit Freitag im Crossfit Sauerland zu. Auch Inhaber Mike Schirmer setze die Drei-G-Regel in seinem Sportraum konsequent um. Das sei nicht schwer, meint er. Die Halle am Mühlenweg, schräg gegenüber des Raiffeisen-Marktes, sei gut überschaubar. „Ich sehe, wer hier rein und raus kommt.“ Das Crossfit Sauerland hat Schirmer erst im letzten Jahr in Herscheid eröffnet. Die Sportler, die zu ihm kommen, können sich online über das Kursbuchungssystem anmelden.

Neue Drei-G-Regel: „Frieda“ hilft

Auch per E-Mail oder telefonisch können sie ihn erreichen und im Zweifelsfall Nachfragen stellen, zum Beispiel, wenn es um Probetrainings geht. Die gebe es im Augenblick auch im Crossfit vermehrt. Spontane Besuche sind ebenfalls möglich: Dann werden die Daten vor Ort aufgenommen, „das kriegen wir auch hin“, sagt Schirmer. Die Besuchszeiten halte er für die Kontaktverfolgung nach.

Gruppentrainings finden mit acht bis zehn Personen statt. Sollte sich die Corona-Lage zuspitzen, könne man darüber nachdenken, die Gruppenstärke zu reduzieren. „Ich möchte da auf keinen Fall ein Risiko eingehen“, so Schirmer. Schon deshalb trägt er auch täglich Sorge, dass ausreichend gelüftet wird. „Ich kann das Tor und die Fenster aufmachen, ich habe Ventilatoren – ich kann hier Sturmverhältnisse erzeugen“, sagt er etwas überspitzt.

Außerdem unterstützt ihn die persönliche Helferin „Frieda“ – ein Hepa-Luftfiltersystem, mit dem unter anderem Aerosole, die bei der Übertragung des Coronavirus’ eine entscheidende Rolle spielen, unschädlich gemacht werden. „Frieda“ kann der gereinigten Luft auch eine Flüssigkeit beisetzen, die sich im Raum verteilt, auf Oberflächen absetzt und sie desinfiziert.

Neue Drei-G-Regel: Das sind die neuen Regeln in Fitnessstudios und Freibädern

Weniger durch die Drei-G-Regel betroffen ist das Herscheider Freibad, wie Schwimmmeisterin Adelheid „Heidi“ Schreiber berichtet. „Bei uns ist alles noch relativ einfach.“ Da es im Freibad nur wenige geschlossene Räume gibt, müssen hier keine Impf-, Test- oder Genesungszertifikate vorgezeigt werden. Das unterstreicht Ordnungsamtsleiterin Bärbel Sauerland. Für Freibäder gebe es in der neuen Verordnung keine konkreten Vorgaben. „Wir müssen nicht kontrollieren und machen das deshalb auch erstmal nicht.“

Das Herscheider Freibad.

Adelheid Schreiber betont allerdings, dass die Maskenpflicht im Freibad etwas ausgeweitet werde. Sie gilt nun auf dem Weg zu Duschen und Toiletten, in den Umkleiden und im Eingangsbereich.

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