Bedenken zurückgewiesen

Neubau Feuerwehrgerätehaus Rärin: Letzte Formalitäten sind geklärt

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Sobald das neue Gerätehaus auf der angrenzenden Wiese fertiggestellt ist, soll das alte Gebäude weichen. An dieser Stelle sollen Stellflächen für die Einsatzkräfte entstehen.

Herscheid – Anregung notiert, aber nicht weiter verfolgt: Entgegen der Einwendungen des Landesbetriebs Straßen.NRW und des Märkischen Kreises hält die Gemeinde Herscheid an ihren Bauplänen für das Feuerwehr-Gerätehaus Rärin fest, die im nächsten Jahr umgesetzt werden sollen.

Nicht das Vorhaben als solches, sondern zwei Details werden unterschiedlich bewertet – das ist das Ergebnis der Beteiligung der Öffentlichkeit. Von Seiten der Bürger wurde während der Auslegung der Unterlagen im Rathaus keine Kritik geäußert. Lediglich die Träger öffentlicher Belange gaben Stellungnahmen ab. Neben allgemeinen Hinweisen zu dem Vorhaben wurden zwei Änderungswünsche bezüglich der Ausrichtung der Parkflächen eingereicht. 

Das neue Gerätehaus soll auf grüner Wiese, schräg gegenüber des bestehenden Räriner Feuerwehrhauses entstehen. Der Landesbetrieb Straßen.NRW regt eine Erschließung des Gebäudes aus nördlicher Richtung an und somit nicht direkt über die Kreisstraße 6. 

Die Gemeinde kann sich dieser Ansicht nicht anschließen und argumentiert wiefolgt: Wichtig sei, dass die Feuerwehrleute im Alarmfall schnell, ohne Umwege und gefährliches Rangieren, ihre privaten Fahrzeuge abstellen können. Daher sind deren Parkplätze im Bereich der nördlich gelegenen gemeindeeigenen Fläche vorgesehen, zu der auch die Gebäudeeingänge orientiert sind. 

Allein die Ausfahrten für die Feuerwehrfahrzeuge führen über eine etwa 20 Meter lange Aufstellfläche zur Kreisstraße 6 (also in westliche Richtung). „Ich sehe keine erhöhte Gefahr für die Verkehrssicherheit, zumal die Kreisstraße ohnehin 20 Meter später endet“, erklärte Bürgermeister Uwe Schmalenbach in der letzten Ratssitzung. Dies sah Eberhard Kaufmann (CDU) ähnlich: „Es handelt sich ja nicht um eine Durchgangsstraße.“ 

Der Märkische Kreis regte unabhängig davon an, die zehn geplanten Parkplätze aus „immissionsschutzrechtlichen Gründen“ auf die Süd- oder Ostseite zu verlagern. „Das würde einen höheren Landschaftseingriff bedeuten“, erteilte der Bürgermeister auch diesem Veränderungswunsch eine Abfuhr. 

Da keine anderen generellen Bedenken vorgetragen wurden, stimmte der Rat der Aufstellung einer Ergänzungssatzung für den im Zusammenhang bebauten Ortsteil Rärin zu. Diese Satzung ist eine der letzten Formalitäten auf dem Weg zum Neubau des Gerätehauses. Die Verwaltung hofft auf eine Genehmigung des Bauantrages noch in diesem Jahr. 

Umgesetzt werden soll das Vorhaben im kommenden Jahr. Für rund 1,4 Millionen Euro soll eine neue Garage für die drei in Rärin stationierten Einsatzfahrzeuge entstehen sowie ein eingeschossiger Gebäudeteil mit Räumen für Einsatz- und Übungsabwicklung, Ausbildung, Aufenthalt und Verwaltung sowie zusätzlich eine Werkstatt und Lagerräume.

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