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Nach kurzem Auf und Ab: Schülerzahlen sinken trotz Umzug in modernen Neubau

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Von: Dirk Grein

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Kreide hat ausgedient: In der Grundschule Rahlenberg sind neun digitale Tafeln in Betrieb. Diese wurden vom Schulausschuss eines Praxistests unterzogen.
Kreide hat ausgedient: In der Grundschule Rahlenberg sind neun digitale Tafeln in Betrieb. Diese wurden vom Schulausschuss eines Praxistests unterzogen. © Foto: Grein

Übergang gelungen: Zurzeit besuchen 236 Schüler die neu gegründete Grundschule Rahlenberg. Diese wird im nächsten Sommer zunächst wachsen – langfristig sehen die Prognosen allerdings einen deutlichen Rückgang der Schülerzahlen vor.

Herscheid - Bekanntlich wurden die beiden Schulstandorte Herscheid (Bergstraße) und Hüinghausen aufgelöst. Vereint erfolgte während der Sommerferien der Umzug in die frisch renovierten, ehemaligen Hauptschulräume am Rahlenberg. Dabei achtete die Schulverwaltung bewusst darauf, dass bestehende Klassenverbände erhalten bleiben, um gewachsene Gemeinschaften nicht zu schwächen.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Struktur der Grundschule – die letzte verbliebene vor Ort – somit gemischt: Die Klassen zwei, drei und vier sind dreizügig; in jedem dieser Jahrgänge gibt es zwei ehemalige Klassen aus Herscheid und je eine aus Hüinghausen. Die im Sommer eingeschulte Eingangsklasse ist hingegen zweizügig.

Hohe Anmeldezahlen

Wie Fachbereichsleiterin Sabine Plate-Ernst im Schulausschuss erklärte, sind für das Schuljahr 2022 / 2023 insgesamt 60 Kinder angemeldet worden. Dies sei für Herscheid eine hohe Zahl, was auf einen geburtenstarken Jahrgang zurückzuführen sei, so Plate-Ernst. Dies habe zur Folge, dass im nächsten Jahr drei Eingangsklassen gebildet werden; insgesamt steige die Schülerzahl dadurch leicht auf 239.

Die räumlichen Kapazitäten für elf Klassen seien gegeben, das beweise der laufende Betrieb. Doch auf lange Sicht sei mit einer derart hohen Auslastung nicht zu rechnen: Sabine Plate-Ernst präsentierte Prognosen, wonach die Schülerzahl bis zum Schuljahr 2026 / 2027 auf 205 zurückgehen werde. „Das wäre eine Punktlandung“, verdeutlicht die Fachbereichsleiterin, dass die Schule für eine durchgehende Zweizügigkeit ausgelegt sei. Bei einer maximalen Klassengröße von 25 Kindern ergibt dies 200 Schüler. Allerdings könne sich die prognostizierte Zahl auch noch durch Zu- und Wegzüge verändern, so Plate-Ernst.

Moderne Ausstattung

Um den Bildungsauftrag weiter erfüllen zu können, benötigt die Grundschule eine moderne Ausstattung. Für diese hat die Gemeinde zuletzt verschiedene Fördermittel erhalten. Auf diese Weise konnten 22 Laptops für die Lehrer (11 000 Euro Fördermittel) und 27 iPads für die Schüler (12 220 Euro Fördermittel) angeschafft werden. „Diese Menge reicht zurzeit aus“, sagt Schulleiterin Heike Zilinski. Die iPads werden zum Teil in der Schule genutzt, bei Bedarf aber auch an die Schüler für den Gebrauch daheim ausgeliehen.

Gravierendste Änderung in den Klassenräumen: Dort kommt keine Kreide mehr zum Einsatz, stattdessen schreiben und lernen die Schüler an digitalen Tafeln. Insgesamt neun dieser Touch-Displays hat die Schule angeschafft.

Zukunftsthema MDM

Aus den Fördermitteln wurden zudem ein notwendiger Server und flächendeckendes WLAN ermöglicht. Noch nicht umgesetzt seien die angedachten Medienecken für alle Klassen. Auch über das Thema MDM (Mobilgeräteverwaltung) müsse sich die Verwaltung dringend Gedanken machen, mahnte Sabine Plate-Ernst.

Aus einem anderen Fördertopf konnten 67 900 Euro aufgebracht werden, unter anderem für die Ausstattung der Mensa mit einer Spülstraße, für den dort aufgestellten Wasserspender, für Akustik-Trennwände im OGS-Bereich sowie für neue Tisch-Sitzkombinationen in den Klassenräumen.

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