Wie wirkt sich der Versuch am Ortsausgang auf Geschwindigkeit und Lärm aus?

Mobile Schwelle für Elsen

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Durch Elsen wird zu schnell gefahren – die Behauptung der Anwohner wird durch Geschwindigkeitsmessungen der Gemeinde bestätigt. Abhilfe soll eine mobile Schwelle schaffen, die im Bereich des Ortsausgangs in Richtung Hüinghausen angebracht wird.

HERSCHEID - Seit Jahrzehnten wünschen sich die Elsener weitere verkehrsberuhigende Maßnahmen für ihr Dorf. Diesem Ziel sind sie nun einen entscheidenden Schritt näher gekommen.

Noch bevor absehbar war, welchen Einfluss die Baustelle auf der Landstraße 561 auf den Durchgangsverkehr haben würde, trafen sich Anwohner und Vertreter von Behörden und Gemeinde vor Ort, um mögliche Lösungsansätze zu besprechen. Aus diesem Gespräch ging ein Plan der Bürger hervor, in dem unterschiedliche Wunsch-Maßnahmen aufgezeichnet sind. 

Ein Punkt dieser Liste wird in einem Probelauf umgesetzt, das entschieden die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses am Montag: Am Elsener Ortsausgang in Richtung Hüinghausen wird eine mobile Schwelle angebracht. 

Ein genauer Standort muss noch festgelegt werden und auch die Abmaße dieses Hindernisses stehen noch nicht fest. In jedem Fall soll links und rechts noch so viel Platz gelassen werden, dass Fahrradfahrer an der Schwelle vorbeifahren können, nicht aber Autos. 

Abhängig von der Lieferzeit des Bauteils soll der Geschwindigkeitsdämpfer so schnell wie möglich von den Bauhof-Mitarbeitern montiert werden. Die Kosten sollen 3 000 Euro nicht überschreiten. Wie lange die mobile Schwelle am Ortseingang verbleiben wird, steht noch nicht fest; auf einen festgezurrten Zeitraum will sich die Verwaltung bewusst nicht festlegen. 

Zunächst sollen Erfahrungswerte gesammelt werden: Wie wirkt sich die Schwelle auf die gefahrenen Geschwindigkeiten aus? Auch auf die Frage, ob sich durch die Änderung eine Lärmbelästigung ergibt, soll eine Antwort gefunden werden. 

Während die Elsener hoffen, dass auf die mobile Schwelle an derselben Stelle eine feste Installation sowie weitere Blumenkästen und Aufpolsterungen im Dorf folgen, wünscht sich Peter Reinhardt (SPD) als ehemaliger Elsener und heutiger Hüinghauser Anwohner, dass die Verkehrsberuhigung ausgeweitet wird. Die Strecke von Elsen bis zur Hüinghauser Grundschule sei als Einheit zu behandeln. 

Die 30er-Zone, die aktuell nur den Nahbereich der Schule umfasst, sollte bis zum Ortsausgang Hüinghausen Gültigkeit haben, regte Reinhardt an. Im weiteren Straßenverlauf bis Elsen sollten 50 km / h das erlaubte Maximum sein. 

Auch die Verbindung von Elsen nach Herscheid werde regelmäßig von Fußgängern und Spaziergängern mit Hunden genutzt; auch dieser Personenkreis sollte durch ein Tempolimit besser geschützt werden, empfahl Reinhardt.

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