Start in Kultursaison

Mit Bernhard Hoëcker endet in Herscheid die kulturlose Zeit

Bernhard Hoëcker kommt bald nach Herscheid.
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Bernhard Hoëcker kommt bald nach Herscheid.

„99 Luftballons“ und „Ich war noch niemals in New York“: Die Teilnehmer des ersten Herscheider Rudelsingens ahnten am 12. März 2020 nicht, dass sie an diesem Abend vor mehr als eineinhalb Jahren das vorübergehende Schlusslied für das Kulturprogramm anstimmten. 

Herscheid - Doch die Corona-Zwangspause nähert sich nun ihrem Ende: Mit einem prominenten Bühnengast wird der Startschuss gegeben für einen Neustart.

„Ich freue mich, dass es endlich wieder losgehen kann“, sagt Frank Holthaus, der im Rathaus für die Kulturarbeit zuständig ist. Diese lag in den zurückliegenden Monaten nahezu brach. Besagtes Rudelsingen konnte als einziger von insgesamt 13 Terminen, die für 2020 vorgesehen waren, durchgeführt werden. Alle anderen mussten abgesagt werden. Ausfallgagen oder andere Kosten seien der Gemeinde dadurch nicht entstanden, sagt Holthaus.

Erster Termin steht fest

Für dieses Jahr hatte er vorsichtshalber keine Planungen angestrebt, weil dafür schlichtweg die Grundlagen fehlten. Aufgrund der gesunkenen Infiziertenzahlen und der gesetzlichen Lockerungen sind inzwischen jedoch wieder Veranstaltungen möglich. Auch die Gemeinde will dem nicht nachstehen und will noch in diesem Herbst Verpasstes nachholen.

„Der Termin mit Bernhard Hoëcker steht“, betont Frank Holthaus. Der aus Funk und TV bekannte Komiker wird am 12. November nach Herscheid kommen. Im dritten Anlauf soll er sein Soloprogramm in Herscheid präsentieren. Nach Rücksprache mit dem Ordnungsamt gilt die 3 G-Regel bei der Durchführung. Bedeutet: Sofern die Besucher vollständig geimpft, genesen oder getestet sind, können sie sich auf einen unbeschwerten Abend freuen. Nahezu alle Karten sind übrigens bereits vergriffen.

Planungen laufen an

Mit dem Hoëcker-Besuch soll das kulturelle Leben in Herscheid wieder an Fahrt aufnehmen. Die Planungen für das kommende Jahr sind bereits angelaufen. Dabei soll den veränderten Umständen Rechnungen getragen werden. „Eine Überlegung ist es, eventuell mehr nach draußen zu verlegen“, sagt Frank Holthaus. Als Paradebeispiel nennt er die erneute Austragung eines Open-Air-Kinos, das im kommenden Jahr unbedingt wieder angeboten werden soll.

Doch nicht alle Veranstaltungen können und sollen ins Freie verlegt werden. Dies auch vor dem Hintergrund, dass der Gemeinde nach der Corona-Pause eine neue Lokalität für Veranstaltungen zur Verfügung steht: die Aula des Bildungszentrums am Rahlenberg. „Dort können wir auf eine technische Grundausstattung zurückgreifen“, nennt Holthaus einen der wesentlichen Vorteile der Aula.

Musik im Lokschuppen

Darüber hinaus will die Gemeinde auch weiterhin die Rammberghalle in Hüinghausen, den Bürgersaal des Rathauses und den Lokschuppen der Märkischen Museumseisenbahn für ihre Veranstaltungen nutzen. Die Gemeinschaftshalle hingegen fällt bekanntlich vorerst aus: Diese wird umfangreich saniert und modernisiert. Eine Nutzung ist nach jetzigem Planungsstand frühestens Mitte des kommenden Jahres wieder möglich.

Bis dahin will Frank Holthaus bereits einige Kulturtermine durchgeführt haben. Neben dem erwähnten Freiluftkino plant er ein Konzert mit der heimischen Band Route 45 im Lokschuppen. Außerdem möchte er den bereits für 2019 geplanten Abend mit Prof. Metin Tolan nachholen. Er will aus physikalischer Sicht die Filmtricks des Kino-Agenten James Bond beleuchten.

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