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Ministerin zu Gast: Senioren-Union feiert 20. Geburtstag 

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Von: Hartmut Damschen, Dirk Grein

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Ministerin Ina Scharrenbach (Dritte von rechts) und weitere Gratulanten waren der Einladung von Wolfgang Weyland (Dritter von links) gefolgt.
Ministerin Ina Scharrenbach (Dritte von rechts) und weitere Gratulanten waren der Einladung von Wolfgang Weyland (Dritter von links) gefolgt. © FOTO HARTMUT DAMSCHEN

Mit einer zünftigen Geburtstagsfeier wurde das 20-jährige Bestehen der Senioren-Union Herscheid begangen. Wolfgang Weyland, der Initiator und Mann der ersten Stunde, hielt auch am Montagnachmittag die Fäden in der Hand, wurde aber kräftig von seinem Team unterstützt.

Herscheid - Den Reigen der Grußworte in der Schulaula am Rahlenberg eröffnete Herscheids Bürgermeister Uwe Schmalenbach. Die Festrede hielt keine Geringere als die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, Ina Scharrenbach, die in ihrer launigen Ansprache auch auf ihre vergangenen und „teuren“ Kontakte mit Herscheid einging. Mit Auftritten des Männergesangvereins Sängerbund Rärin in Chorgemeinschaft mit dem MGV Holthausen aus Plettenberg, dem Duo Sonnenherz und einem besonderen Gast verging die Zeit wie im Fluge. Ach ja, ein ausgiebiges Kaffeetrinken mit leckerem Gebäck gab es, wie es sich zur Kaffeezeit gehört, ebenfalls. 

Der Grundstein für die Senioren-Union wurde bereits im März 2002 gelegt. Der ehemalige Vorsitzende der CDU Herscheid, Wolfgang Weyland, hatte zu einem Infonachmittag in den Hubertushof eingeladen – und zahlreiche Bürger waren gekommen. Wie unsere Zeitung seinerzeit berichtete, betonte Weyland dabei, dass „die Senioren-Union eine Ergänzung der Angebote der CDU Herscheid sein soll und keine Konkurrenz. Um an den Veranstaltungen teilzunehmen, muss man nicht Mitglied der CDU sein, sondern älter als 60 Jahre oder im Vorruhestand.“

Die Senioren-Union soll zudem „kein Kaffeekränzchenverein, sondern schon ein bisschen mehr sein“, sagte Weyland. Die Senioren seien bestrebt, auf der politischen Bühne mitzuspielen.

Historischer Moment: Am 25. September 2002 wurde die Senioren-Union Herscheid im Hubertushof gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Wolfgang Weyland (rechts) gewählt, der dieses Amt bis heute gewissenhaft ausführt.
Historischer Moment: Am 25. September 2002 wurde die Senioren-Union Herscheid im Hubertushof gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Wolfgang Weyland (rechts) gewählt, der dieses Amt bis heute gewissenhaft ausführt. © Archivfoto: Sascha Stienen

Dieser Gedanke schien den Herscheidern zu gefallen, denn nur ein halbes Jahr später war es dann so weit: Am 25. September 2002 erfolgte, ebenfalls im Hubertushof, die Gründungsversammlung. 22 Mitglieder wählten Initiator Wolfgang Weyland zum ersten Vorsitzenden. Die weiteren Vorstandsposten wurden wie folgt verteilt: stellvertretender Vorsitzender und Schriftführer Wolfgang Geisel, Schatzmeisterin Hiltraud Rettberg sowie Beisitzer Wolfgang Polte, Peter Prinz und Willi Theiß.

Die in Herscheid noch recht „junge“ Gruppe sollte rasch wachsen. Wie der Festschrift zum 20-jährigen Bestehen zu entnehmen ist, „gingen die Mitgliederzahlen kontinuierlich nach oben – in der Spitze waren es 106. Wenn man bedenkt, dass in den 20 Jahren 40 Senioren verstorben sind, dann ist der aktuelle Mitgliederbestand 90 eine beachtliche Größenordnung. Von den 22 Gründungsmitgliedern leben heute noch acht.“

Besagte Festschrift fasst anschaulich zusammen, was die Senioren-Union in all den Jahren auszeichnet. Eine prominent besetzte Liste an Referenten kann die Reihe der Politischen Frühstücke aufweisen. Besonders stolz sind die Senioren, dass NRW-Ministerin Ina Scharrenbach im Februar 2020 nach Herscheid geholt werden konnte – sie setzte sich anschließend dafür ein, dass die Sanierung der Gemeinschaftshalle mit Fördermitteln der Landes finanziert wird.

Bereits neunmal gastierten die Bühnenmäuse des CVJM Lüdenscheid auf Einladung der Senioren-Union in Herscheid. Mit den gut besuchten Auftritten wurden zugleich Spendengelder für Projekte in Sierra Leone ermöglicht.
Bereits neunmal gastierten die Bühnenmäuse des CVJM Lüdenscheid auf Einladung der Senioren-Union in Herscheid. Mit den gut besuchten Auftritten wurden zugleich Spendengelder für Projekte in Sierra Leone ermöglicht. © Archivfoto: Halbhuber

Ob bei Tagesausflügen oder den Jahresreisen: „Die ständige Auslastung des Busses mit 52 Personen zeigt, wie begehrt diese Termine sind, tragen sie doch dazu bei, die Geselligkeit zu pflegen und den kulturellen Horizont zu erweitern“, heißt es in der Festschrift.

Bei all ihren Veranstaltungen sammelt die Senioren-Union für gute Zwecke: So sind bislang mehr als 19 000 Euro für das Hospiz Lüdenscheid (begünstigt seit 2008) und den Förderkreis des Seniorenzentrums (seit 2017) zusammengekommen. Darüber hinaus werden durch die Auftritte der Bühnenmäuse, die bislang neunmal auf Einladung der Senioren-Union in Herscheid gastierten, Spenden für gute Zwecke in Sierra Leone ermöglicht.

Die Geselligkeit kommt bei den Aktivitäten der CDU-Senioren nie zu kurz, doch scheuen sie auch nicht davor zurück, sich bei politischen Diskussionen einzubringen und für die Belange der älteren Gesellschaft einzutreten. Nach 20 Jahren gilt somit das, was der Vorsitzende Wolfgang Weyland bereits bei der Gründung prophezeit hatte: Die Senioren-Union Herscheid ist weitaus mehr als ein Kaffeekränzchenverein.

Redner beim Politischen Frühstück: Ein Auszug

Prof. Dr. Otto Wulff, Bundesvorsitzender der Senioren-Union Deutschland

Eckhard Uhlenberg, seinerzeit Minister für Umwelt- und Naturschutz

Lutz Lienenkämper, seinerzeit stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender in NRW und bis Juni 2022 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion NRW.

Ursula Heinen-Esser, seinerzeit NRW-Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Paul Ziemiak, seinerzeit Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschland, zwischenzeitlich CDU-Generalsekretär.

Ralph Brinkhaus, seinerzeit stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zwischenzeitlich dessen Vorsitzender.

Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung.

Außerdem politische Repräsentanten der heimischen Region – unter anderem Landräte, Europa-, Bundes- und Landtagsabgeordnete – sowie Bürgermeister.

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