Loipen-Spurgerät auf dem Ebbekamm wieder im Einsatz / Erschwerte Bedingungen

Maschinenausfall in Erntezeit

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Spurmeister Gerd Gester (links) und sein Helferteam sind froh, dass das Spurgerät des Fördervereins Ebbekamm-Loipe wieder einsatzbereit ist. Zum perfekten Langlauf-Vergnügen fehlt nun noch Neuschnee.

HERSCHEID - Die  Kältewelle sorgt kurz vor dem meteorologischen Frühlingsbeginn für eine Verlängerung der heimischen Skisaison. Auch auf der Nordhelle sind etliche Wintersportfans zu treffen, die bei kalten Minustemperaturen, aber strahlendem Sonnenschein die Langlaufstrecke nutzen.

Diese präsentierte sich am Sonntag sogar frisch gespurt, denn seit dem Wochenende ist das Spurgerät der Ebbekamm-Loipe wieder im Betrieb. Nach dreiwöchiger Zwangspause, die das Gerät aufgrund eines Getriebe-Schadens in einer Spezialwerkstatt in Iserlohn verbringen musste, steht es dem Förderverein der Loipe ab sofort wie gewohnt zur Verfügung. 

„Dieser Ausfall war für uns natürlich extrem ärgerlich, da er genau in die schneereiche Zeit gefallen ist und wir einige Tage lang keine professionelle Langlaufspur herstellen konnten. Als würde dem Landwirt während der Ernte die Maschine ausfallen“, bedauert Fördervereinsmitglied Gerd Gester. 

Er kümmert sich gemeinsam mit weiteren Helfern um das Spuren der etwa 20 Kilometer langen Loipe. Der ungünstige Zeitpunkt des Schadens versetzte die Wintersportler zurück in der Zeit: Denn ohne maschinelle Hilfe wurde die Langlaufspur auf dem Ebbekamm mit eigenen Skiern gezogen, so wie in früheren Tagen üblich. 

Um diesen Umstand schnellstmöglich zu beenden, wurde das kaputte Gerät direkt in die Reparatur gebracht, doch diese stellte die Langlauffreunde auf eine echte Geduldsprobe: Denn da das Ersatzteil nur aus weiter Ferne lieferbar und die für die Reparatur beauftragte Firma mit Aufträgen ziemlich ausgelastet war, blieb das Gerät länger als geplant außer Betrieb. 

Erst am vergangenen Freitag konnte das Spurgerät an seinen eigentlichen Einsatzort auf der Nordhelle zurückkehren und bereits zwei Tage später für eine frische Spur auf der Langlaufstrecke sorgen. Die Kosten für die Reparaturarbeiten würden sich für den Förderverein auf einen niedrigen vierstelligen Betrag belaufen, wusste Gerd Gester zu berichten. 

Gleichzeitig machte er auch darauf aufmerksam, dass die Bedingungen derzeit trotz klirrendem Frost an Qualität eingebüßt hätten. „Das Langlaufen ist nicht mehr so gut möglich, weil fast überall Tannennadeln in der Spur liegen. Unter diesen Umständen ist ein dynamisches Laufen im klassischen Stil sehr schwierig, für die Skater-Technik sieht es natürlich etwas besser aus. Aber unter dem Strich brauchen wir einfach Neuschnee“, verdeutlicht Gester die Lage. 

Er wünscht sich vor dem Frühlingsanfang noch einmal eine frische Menge der weißen Pracht, die das wieder bestens funktionierende Spurgerät dann erneut in ideale Wintersportverhältnisse umwandeln könnte.

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