Déjà-vu im Wald von Herscheid

Selbe Stelle, neue Delle: Lkw kippt Böschung im Wald herunter - schon wieder

Im Wald bei Herscheid: Lkw kippt Böschung hinab.
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Im Wald bei Herscheid: Lkw kippt Böschung hinab.

Der Bergungsunternehmer dachte an eine Verwechselung, andere Beteiligte an ein Déjà-vu-Erlebnis: Nur drei Tage, nachdem ein mit Holz beladener Sattelschlepper in einem Waldstück an der Nordhelle kopfüber die Böschung hinunterkippte, wurde die Feuerwehr heute erneut zu einem derartigen Einsatz gerufen.

Herscheid - Wieder in das Gebiet nahe des Sendeturms. Vor Ort eingetroffen bot sich ein Bild, das fassungslos machte: Am Montagmittag ist ein LKW an der exakt selben Stelle verunfallt, wie zuvor am vergangenen Freitag. Das Heck des diesmal havarierten Lasters lag nur einen knappen Meter von den Baumstämmen entfernt, die am Freitag zur Bergung abgeladen werden mussten.

Der Unfallhergang ist nahezu identisch: Ein mit Holz vollbeladener, rund 40 Tonnen schwerer Sattelschlepper fährt den Südhangweg bergab, gerät in einer Kurve auf instabilen Untergrund. Dieser gibt unter der Last nach – und der LKW kippt um. Auch diesmal kommt der Fahrer verletzt ins Krankenhaus, aber in Anbetracht der Umstände wohl glimpflich davon. Selbst das Schadensbild am Fahrzeug gleicht sich wie ein Ei dem anderen.

Lkw rutscht im Wald in eine Böschung: Déjà-vu-Unfall in Herscheid

Diesmal könnte sich ein Detail allerdings als fatal herausstellen. Bei dem Crash am Montag ist der Dieseltank beschädigt worden. Wieweit er noch gefüllt war, ist unklar. Es wird befürchtet, es könnten mehrere hundert Liter Kraftstoff in den Waldboden gelaufen sein. Deshalb wird die Bergungsaktion auch von einem Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde begleitet. Aller Voraussicht nach müssen größere Mengen Erdreich mit einem Bagger ausgekoffert und entsorgt werden.

Unfall im Wald von Herscheid: Wieder muss ein Lkw aufwändig geborgen werden.

Die Feuerwehr Herscheid rückte mit 20 Kräften an, konnte aber nichts ausrichten. Der Fahrer des diesmal aus Belgien stammenden Sattelschleppers konnte das Führerhaus durch die kaputte Windschutzscheibe verlassen.

Forstfachleute ziehen Konsequenzen aus diesem erneuten Unfall. So wurde darauf hingewiesen, dass die betroffenen Sattelschlepper auf die Straße gehörten, aber für einen Waldweg unzureichend ausgerüstet seien. Eine Sperrung bestimmter Strecken in dem betroffenen Gebiet sollen für herkömmliche Sattelschlepper gesperrt werden. Die letzte Bergung zog sich über rund 20 Stunden bis in den Samstagmorgen. Die Bergungstrupps befürchten, dass es auch diesmal so lange dauern könnte. Immerhin: Die Erfahrungen vom ersten Mal machen die Sache doch ein wenig einfacher!

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