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Trotz Motorschadens weitergefahren

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Von: Dirk Grein

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In Höhe der Schweinewiese untersuchte die Feuerwehr den defekten Lkw zum ersten Mal. Trotz des Motorschadens fuhr der Fahrer weiter – eine Entscheidung mit Folgen © Foto: Feuerwehr

HERSCHEID - Das dürfte eine saftige Rechnung geben: Ein Lastwagen-Fahrer sorgte am Montagnachmittag für einen Doppeleinsatz von Feuerwehr und Polizei.

Zunächst wurde um 15.30 Uhr ein Lkw-Brand an der Landstraße 561 im Bereich Hardt gemeldet. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr-Löschgruppe Herscheid entdeckten das Fahrzeug in der Parkbucht an der „Schweinewiese“. Vermutlich durch einen technischen Defekt war im Bereich des Katalysators starker Rauch entstanden. 

Die Feuerwehr kontrollierte den Motorenbereich mit einer Wärmebildkamera; zu einer Flammenbildung war es nicht gekommen. Aus dem Lkw war aber Motorenöl ausgetreten, welches die Feuerwehr mit Bindemittel abstreute. Nach einer halben Stunde erklärte die Feuerwehr den Einsatz für beendet – doch es sollte kurz darauf ein Wiedersehen geben. 

Denn die Beschädigung hielt den Lkw-Fahrer nicht davon ab, seine Fahrt fortzusetzen. Der Laster verursachte eine kilometerlange Ölspur von der Hardt über den Silberg bis kurz vor die Autobahnauffahrt Lüdenscheid-Süd, wo das Fahrzeug stehen bleiben musste. 

Da es im Tagesverlauf geregnet hatte, war die Fahrbahn gefährlich glatt. Die Feuerwehr rückte um 16.34 Uhr mit den Einsatzkräften der Löschgruppen Herscheid und Neuemühle aus, außerdem wurden die Kollegen aus Lüdenscheid zu Hilfe gerufen. Gemeinsam wurde die Strecke abgesichert; im Bereich des Silbergs musste eine Fahrspur sogar zwischenzeitlich gesperrt werden. 

Die Reinigung der Strecke wurde von einer Spezialfirma übernommen; die Herscheider Feuerwehr, die rund zwei Stunden im Einsatz war, säuberte den ebenfalls betroffenen Radweg. Für den Lkw-Fahrer war die Dienstfahrt indes beendet; ihm wurde die Weiterfahrt mit dem beschädigten Fahrzeug untersagt. 

Bereits am Samstag wurden die Einsatzkräfte der Löschgruppen Herscheid und Neuemühle mitten in der Nacht zu einem Einsatz gerufen: Um 1.38 Uhr lösten die Melder aus, das Einsatzstichwort lautete „Kaminbrand“. 

In einem Wohnhaus in Berghagen brannte ein Schornstein: Eile war geboten, da die Ausdehnung des Feuers zu befürchten war. Zwei Angriffstrupps gingen unter Atemschutz mit einer Wärmebildkamera zur Erkundung in das Wohngebäude. Zunächst reinigten sie mit Kehrgerätschaften den Kamin. 

Durch die Wärmestrahlung übertrug sich das Feuer auf die mit Balkenholz verbaute Innenwand des über 90 Jahre alten Wohnhaus. Daher musste die Feuerwehr zwei Zugangsöffnungen schaffen, um an den Brandherd zu gelangen. Das brennende Balkenholz und Verbaumaterial wurde abgelöscht. 

Die 30 Einsatzkräfte der Wehr waren über zweieinhalb Stunden im Einsatz. Ein Schornsteinfegermeister und eine Streifenbesatzung der Polizei Plettenberg waren ebenfalls vor Ort. Personen waren bei Ankunft der Einsatzkräfte nicht mehr im Wohnhaus; verletzt wurde durch den Schornsteinbrand niemand.

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