Linde: Gasthaus schließt, Catering zieht um

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Vom Betrieb der Gastwirtschaft werden sich Silke Bauckhage (links) und Heike Dietrich (rechts) verabschieden. Dennoch bleiben sie als Küchenteam weiter aktiv.

Herscheid – Die Entscheidung ist Silke Bauckhage alles andere als leicht gefallen, doch jetzt steht ihr Entschluss fest: Sie will nach 22 Jahren in der Gastronomie einen Gang runterschalten und verlässt daher das Landgasthaus „Zur Linde“.

Nach reichlicher Überlegung habe sie sich dazu durchgedrungen, ihren im Frühjahr auslaufenden Pachtvertrag nicht zu verlängern. „Ich möchte mich verändern“, erklärt die 55-Jährige. Sie betont, dass der Betrieb gut laufe, der Kundenzuspruch in Ober-Stuberg ungebrochen groß sei.

Das sei erfreulich, aber auch eine tägliche Herausforderung: Neben dem Betrieb des Gasthauses häufen sich die Außer-Haus-Bestellungen in der Linde. In der Summe sei die Belastung zu groß geworden, erklärt Silke Bauckhage, die seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes Peter im März 2017 alleinige Inhaberin ist.

Doch wie geht es weiter in der Linde? Bis Mitte Februar soll der Restaurantbetrieb weiterlaufen, dann wird der Umzug vorbereitet. Denn: Gänzlich zur Ruhe setzen will sich die 55-Jährige nicht. „Den Catering-Service werde ich weiterhin fortsetzen, allerdings an einem anderen Standort.“ In einer Halle Im Mühlengraben soll die Küche neu eingerichtet werden. Unterstützung erhält sie dort in bewährter Manier von der langjährigen Mitarbeiterin Heike Dietrich. Gemeinsames Ziel: ein besser planbares Geschäft und ein wenig mehr Freizeit als bislang.

So verlockend diese Aussichten auch sind, eines weiß Silke Bauckhage bereits jetzt: „Den Kontakt zu den Kunden werde ich vermissen.“ Dem Stress in der Vorweihnachtszeit zum Trotz werde sie die kommenden Abschieds-Wochen daher auch genießen. Wie es mit dem Gebäude in Ober-Stuberg weitergeht, ist noch nicht geklärt: Die Immobilie steht aktuell zum Verkauf.

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