Aktion „Ein Funken Hoffnung“

Leuchtende Treckertour startet in Plettenberg und führt durch Herscheid

Die Landwirte hatten ihre Traktoren weihnachtlich beleuchtet.
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Die Landwirte hatten ihre Traktoren schön herausgeputzt, weihnachtlich beleuchtet und festlich geschmückt.

Licht in die dunkle Zeit bringen und Hoffnung spenden: Dieses Vorhaben ist den heimischen Landwirten am Nikolausabend mehr als gelungen. Mit weihnachtlich geschmückten Treckern, die fast überall funkelten und blinkten, sorgten sie für eine spektakuläre Weihnachtsparade von Plettenberg über Herscheid bis nach Lüdenscheid. Tausende Menschen ließen sich das eindrucksvolle Erlebnis begleitet von weihnachtlicher Musik aus Lautsprechern nicht entgehen und wurden an die Straßenränder gelockt.

Herscheid/Plettenberg – „Es war so schön ergreifend, wie viel Zuspruch wir von allen Seiten bekommen haben. Ein echter Lichtblick in der tristen Corona-Zeit und etwas Außergewöhnliches, das es so noch nie gab“, lautete die euphorische Bilanz von Ramona Hesse, Herscheider Organisatorin der Aktion.

Unter dem Motto „Ein Funken Hoffnung“ ging es für die Landwirte mit Begleitung der Polizei bei Einbruch der Dunkelheit am Plettenberger Krankenhaus los. Über die Bahnhofsstraße führte die Reise zunächst zur Bredde. Es folgten Abstecher mit Spendenübergaben am Altenzentrum St. Josef und Matthias-Claudius-Haus. Dort betonte Dr. Uwe Trauzettel: „Da bekommt man Gänsehaut, wenn man das sieht. Die Leute lechzen nach so etwas. Eine wirklich gelungene Aktion.“

Erwartungen übertroffen

Die Erwartungen der Organisatoren wurden weit übertroffen: An den Straßen war deutlich mehr Betrieb als erwartet. „Die Leute haben Schilder für uns gebastelt und sich sogar selbst Lichterketten umgehängt“, erzählte Ramona Hesse, die sichtlich überwältigt war. Gleichzeitig seien aus ihrer Sicht die Corona-Regeln fast überall eingehalten worden. Wo kein Abstand möglich war, hätten die meisten Menschen Maske getragen. Um kurz nach 18 Uhr erreichte der beleuchtete Konvoi dann die Gemeindegrenze bei Hüinghausen.

Zahlreiche Schaulustige versammelten sich auf den Bürgersteigen.

Hier hatte die heimische Feuerwehr die wartenden Schaulustigen, darunter insbesondere Familien, schon mit beliebten Weihnachtshits gut bei Laune gehalten. Gemeinsam bereiteten sie den Landwirten einen stimmungsvollen Empfang. Beim beeindruckenden Anblick der Traktoren zückten dann zahlreiche Zuschauer sofort ihre Handys, um den besonderen Moment festzuhalten. Von der Habbeler Straße führte die Tour rechts hoch zur Grundschule. Entgegenkommende Autos hupten, es gab lautstarken Jubel, viel Applaus und leuchtende Augen, natürlich speziell bei Kindern.

Kampf mit den Tränen

Aber auch Erwachsene und ältere Menschen kamen voll auf ihre Kosten, wie wenig später am Herscheider Seniorenzentrum „Auf dem Rode“ zu beobachten war: Dort hatten sich einige Bewohner vor ihrem Heim versammelt. „Das ist einfach eine tolle Sache, die wir auf keinen Fall verpassen wollten“, freute sich Einrichtungsleiterin Anke Dahlhaus, dass die Route direkt am Eingang vorbei führte. Nicht alle Senioren konnten wegen der winterlichen Kälte vor die Tür, doch auch am Fenster ließ sich das kunterbunte Spektakel auf der Straße genießen. Von Elsen kommend steuerte der farbenfrohe Trecker-Zug gegen halb sieben das Seniorenzentrum an. Auch hier wurde gestoppt, um der Einrichtung ein Spendenpaket zu übergeben.

Trecker bringen Funken Hoffnung in den Märkischen Kreis

Trecker bringen einen Funken Hoffnung in den Märkischen Kreis.
Trecker bringen einen Funken Hoffnung in den Märkischen Kreis.
Trecker bringen einen Funken Hoffnung in den Märkischen Kreis.
Trecker bringen einen Funken Hoffnung in den Märkischen Kreis.
Trecker bringen Funken Hoffnung in den Märkischen Kreis

„An den Altenheimen war es besonders ergreifend. Bei meiner kurzen Ansprache musste ich mit den Tränen kämpfen“, berichtete Ramona Hesse, die an jeder Station eine große Kiste mit Geschenken für Bewohner und Personal im Gepäck hatte. Nach dem erneuten Zwischenstopp setzte die weihnachtliche Kolonne ihre Fahrt in Richtung Gemeinschaftshalle und Freibad fort, ehe es über den Silberg nach Lüdenscheid ging.

Gibt es eine Wiederholung?

„Wir möchten uns von ganzem Herzen bei allen bedanken, die an dieser Aktion teilgenommen und am Straßenrand gestanden haben. Sie alle haben es zu einem grandiosen Abend gemacht, den wir so schnell nicht wieder vergessen werden“, bilanzierte Ramona Hesse.

Ihr Kollege, Plettenbergs Organisator Björn Kirchhoff, richtete zudem noch ein Lob an die Unterstützung von „außen“: „Mit den vielen Spenden haben wir überhaupt nicht gerechnet. Das hat wirklich für leuchtende Augen gesorgt“, verwies er auf die vielen Sach- und Geldspenden von Firmen und Privatpersonen. Ein besonderer Dank gehe auch an die Polizei, die diese Aktion ermöglicht habe. „Wir hoffen ganz doll, dass wir uns im nächsten Jahr wieder auf den Straßen sehen“, wünschen sich die Organisatoren eine Wiederholung 2021, dann vielleicht in normaleren Zeiten.

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