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Letzter Freibadtag der Saison: „Dieser Sommer war richtig schön“

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Von: Dirk Grein

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Für Adelheid Schreiber und Reiner Wittkamp geht die zweite gemeinsame Saison am Beckenrand zu Ende.
Für Adelheid Schreiber und Reiner Wittkamp geht die zweite gemeinsame Saison am Beckenrand zu Ende. © Dirk Grein

Die treuen Frühschwimmer kamen am Donnerstagmorgen auch im Regen. Andere Stammbesucher schauten im Verlauf des Tages einfach nur vorbei, um sich bei den Schwimmmeistern zu verabschieden und zu bedanken. Am Freitag, 9. September, öffnet das Freibad letztmalig in diesem Jahr.

Herscheid - Für Adelheid Schreiber endet damit die zweite Saison in Herscheid. Nach den Auswirkungen der Pandemie, dem Hochwasser und zwischenzeitlichen Schäden am Becken erlebte sie nun einen Hitzesommer – und der sorgte für viel Betrieb. 40 876 Besucher wurden bis Donnerstagmittag gezählt, das ist ein sehr gutes Ergebnis. Wie sie diese Saison vom Beckenrand aus erlebt hat, darüber sprach Adelheid Schreiber mit Dirk Grein.

Mit welchen Gefühlen geht man an den letzten Saisontagen zur Arbeit?
Adelheid Schreiber: Wir sind in erster Linie froh, dass die Saison gut verlaufen und nichts passiert ist, im Sinne von größeren Unfällen. Entsprechend bin ich einerseits erleichtert, dass die Saison vorbei ist. Andererseits ist sie aber auch sehr schnell vorbeigegangen.

Alle schimpfen über das trockene Wetter: Dem Freibad hat der Sommer in die Karten gespielt, oder?
Adelheid Schreiber: Für uns war das richtig gut. Wir haben sehr gute Zahlen und sind wirklich zufrieden, dass wir die Marke von 40 000 Besuchern überschritten haben. Dieser Sommer war aus unserer Sicht daher richtig schön.

Was wird Ihnen am meisten fehlen, wenn das Bad geschlossen ist?
Adelheid Schreiber: Die Leute. Die Stammschwimmer, mit denen man immer wieder ins Gespräch kommt. Das Freibad ist im Sommer für uns eben wie ein zweites Zuhause.

Stimmungsvoller Abschluss der Saison: Am Mittwochabend wurde zum Schwimmen im Kerzenschein eingeladen.
Stimmungsvoller Abschluss der Saison: Am Mittwochabend wurde zum Schwimmen im Kerzenschein eingeladen. © Sonja Grein

Wie geht es ab Samstag weiter im Freibad?
Adelheid Schreiber: Wir sind in den ersten Tagen nach Saisonschluss noch hier vor Ort, um die nötigsten Arbeiten zu erledigen – zum Beispiel das Abstellen der Filteranlage. Danach gehen wir in Urlaub, nach dem wir dann die gesamte Anlage winterfest machen wollen.

Nach zwei Jahren in Herscheid: Was macht den Reiz dieses Freibades für Sie aus?
Adelheid Schreiber: Das Familiäre, das Kleine, das Übersichtliche. Und natürlich auch die Zusammenarbeit mit den Kollegen. Hier sind einfach alle freundlich und ich habe mich auf Anhieb gut aufgenommen gefühlt.

Die DLRG kann auf eine erfolgreiche Sommersaison zurückblicken. Alle Trainingsgruppen waren mehr als gut besucht. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl fiel es jedoch schwer Schwimmabzeichen abzulegen. Dafür hat die Ortsgruppe zwei Sondertermine eingeschoben. Dieses Angebot fand großen Zulauf und so standen jede Menge Kinder am Beckenrand. Mit Laufkarten ausgestattet wurden die einzelnen Stationen abgearbeitet; insgesamt 31 Schwimmabzeichen konnten ausgegeben werden.
Die DLRG kann auf eine erfolgreiche Sommersaison zurückblicken. Alle Trainingsgruppen waren mehr als gut besucht. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl fiel es jedoch schwer Schwimmabzeichen abzulegen. Dafür hat die Ortsgruppe zwei Sondertermine eingeschoben. Dieses Angebot fand großen Zulauf und so standen jede Menge Kinder am Beckenrand. Mit Laufkarten ausgestattet wurden die einzelnen Stationen abgearbeitet; insgesamt 31 Schwimmabzeichen konnten ausgegeben werden. © Alexandra Schmalenbach

Was möchten Sie den Stammbesuchern für die jetzt beginnende freibadlose Zeit mit auf den Weg geben?
Adelheid Schreiber: Ich wünsche mir, dass sie im nächsten Jahr alle gesund wiederkommen. Und in dieser Zeit sollten sie immer daran denken: Wenn erst mal Ostern ist, dann dauert es gar nicht mehr lange, bis unser Freibad wieder öffnet.

Geplante Arbeiten nach der Saison

Die Ruhe im Freibad wird nur von kurzer Dauer sein. Die Gemeinde plant den Umbau des Betriebsgebäudes. Diese Maßnahme beinhaltet Veränderungen im Eingangsbereich, der Angestelltenräume und der Heizungsanlage für die Sanitärbereiche. Die Pläne seien nahezu fertig, die Ausschreibung werde vorbereitet, erklärt Bauamtsleiter Jan Koopmann. Zudem seien Arbeiten am Parkplatz vorgesehen. Damit setzt die Gemeinde den zweiten Teil der Baumaßnahme um, die mit dem Neubau des Schwimmerbeckens begonnen hatte. Die Gesamtkosten werden vom Bund mit 85 Prozent bezuschusst. Ziel der Verwaltung sei, es die neuerlichen Umbauten so durchzuführen, dass durch die Arbeiten der Saisonbeginn im Frühjahr nicht beeinträchtigt werde. Zudem soll in der Saisonpause eine neue Solarabsorberanlage installiert werden.

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