Herscheider sind aufgeschlossen

Das Ziel des Hörmobils: Lebensqualität erhalten

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Einblick ins Innere des Hörmobils: Die Besucher des Wochenmarkts lud Hörgeräteakustiker Thorsten Faust (rechts) zu einem kostenlosen Hörtest ein.

Herscheid – Der Fernseher wird zu laut eingestellt und bei Gesprächen in Gesellschaft versteht man nur die Hälfte, wenn überhaupt. Diese Anzeichen einer Hörminderung werden von vielen Personen häufig verdrängt. Über die weitreichenden Folgen wurden die Besucher auf dem Wochenmarkt informiert.

„Durchschnittlich dauert die Phase der Ausreden sechs bis neun Jahre, ehe die Betroffenen einen Hörtest machen“, weiß Thorsten Faust zu berichten. Der Inhaber der Großen Hörwelt ist Mitglied der Fördergemeinschaft Gutes Hören, die in den Sommermonaten mit ihren Hörmobilen deutschlandweit unterwegs sind. Eines dieser Fahrzeuge machte auf dem Hallenplatz Station. 

Die Einladung zu einem kostenlosen Hörtest nahmen bemerkenswert viele Besucher an, freute sich nicht nur Thorsten Faust. Die Herscheider seien sehr aufgeschlossen, bemerkten auch die beiden Fahrer des Hörmobils, die namentlich in der Zeitung nicht genannt werden dürfen (Vorgabe der Fördergemeinschaft); sie sprachen die Bürger an und informierten über die Hörtests. 

Geräte werden kleiner

Bei besagter Überprüfung werden auf einem Kopfhörer Töne in fünf verschiedenen Frequenzen – tief, mittel und hoch – abgespielt. Thorsten Faust errechnete dabei das Hörvermögen der Personen. „Viele denken bei Hörgeräten an beige Klötze mit pfeifenden Geräuschen“, weiß der Experte. Er erklärte, dass die heutigen Geräte (im Vergleich zu ihren Vorgängern) klein und unscheinbar sind. 

Ihre Wirkung sei jedoch groß: Bei gemindertem Hörvermögen lässt auch die Gehirnleistung nach. Es sei statistisch erwiesen, dass die Häufigkeit einer Demenz mit Hörproblemen steigt, erzählte der Hörgeräteakustiker. 

Empfehlenswert: Kein Hörgerät ohne Therapie

Bei Personen, die sich nach Jahren der Einschränkung zur Nutzung eines Hörgerätes entschieden haben, sei anfangs eine Therapie empfehlenswert. „Zum Trainieren der Hörbahnen und der Gehirnzellen“, schildert Thorsten Faust den Prozess. 

Von dem Erfolg ist der Experte überzeugt: Die Wiedergewinnung des Hörvermögens bedeute „den Erhalt von Lebensqualität“, gab Faust den Besuchern gestern mit auf den Weg.

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