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Lautes Summen im Baum: Bienenschwarm sorgt für Aufregung im Familienzentrum

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Von: Dirk Grein

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Das laute Summen war nicht zu überhören: In der Birke des Familienzentrums Unterm Regenbogen ließ sich am Dienstagvormittag dieser Bienenschwarm nieder.
Das laute Summen war nicht zu überhören: In der Birke des Familienzentrums Unterm Regenbogen ließ sich am Dienstagvormittag dieser Bienenschwarm nieder. © Christiane Krüger / Familienzentrum

Kleine Insekten sorgten am Dienstagvormittag für große Aufregung im Familienzentrum Unterm Regenbogen: Ein Bienenschwarm war das Gesprächsthema Nummer eins bei Kindern und Erzieherinnen.

Herscheid - Gegen 11 Uhr wurden die ersten Bienen auf dem weitläufigen Spielgelände gesehen. Anhand des wilden, unüberhörbaren Summens war unschwer zu erkennen, dass es rasch mehr Tiere wurden. „Wir haben die Kinder dann vorsichtshalber in die Einrichtung gebracht“, erzählt Leiterin Christiane Krüger.

Nach gut 20 Minuten hatten sich die Bienen in einer Birke im unteren Bereich des Spielplatzes formiert. Christiane Krüger setzte sich derweil mit heimischen Imkern in Verbindung. Diese erzählten, dass das Ausschwärmen der Honigbienen in dieser Zeit durchaus üblich sei. Da diese auf ihren Flügen unterwegs ausreichend Futter finden und zudem weder Brut oder Behausung beschützen wollen, gelten sie als friedlich – sofern man ihnen nicht zu nahe kommt oder sie störe.

Zum Glück erfuhr Christiane Krüger bei ihren Gesprächen, dass ein Vater eines Kindes aus der Einrichtung Imker ist. Mit ihm setzte sie sich in Verbindung – er wollte sich der Tiere, die zu hunderten in der Birke saßen, annehmen und ihnen ein neues Zuhause ermöglichen.

Jennifer Neumann, Gea Federici und Nina Dolase vom Elternbeirat überreichten die Spielzeugspenden an Kinder und Erzieherinnen. Diese Präsente entsprangen den Wunschzetteln, die am Wunschbaum angebracht waren, der rechts auf unserem Bild zu sehen ist.
Jennifer Neumann, Gea Federici und Nina Dolase vom Elternbeirat überreichten die Spielzeugspenden an Kinder und Erzieherinnen. Diese Präsente entsprangen den Wunschzetteln, die am Wunschbaum angebracht waren, der rechts auf unserem Bild zu sehen ist. © Dirk Grein

Ein anderer Baum des Familienzentrums sorgte ebenfalls für Freude: Gemeint ist der Wunschbaum, den der Elternbeirat „eingetopft“ hat. Erzieherinnen und Kinder (beziehungsweise deren Eltern) können auf kleinen Zettel Wünsche aufschreiben, mit denen der Alltag in der Einrichtung aufgewertet werden könnte. Nach und nach sollen diese Vorschläge auf ihre Umsetzbarkeit hin überprüft und – falls möglich – umgesetzt werden. Genau das ist nun geschehen.

Bei schönstem Sonnenschein überreichten Jennifer Neumann, Gea Federici und Nina Dolase mehrere kleine Geschenke an das Familienzentrum. Dabei handelte es sich um vier Metallschubkarren, sechs Pferdeleinen, Becher und Eimer sowie zwei Leuchttische. All diese Dinge können sofort in den Alltag in der Einrichtung eingebaut werden und sorgten bei den Kindern für große Augen.

Finanziert haben diese Anschaffung sehr viele Menschen: Der Elternbeirat hatte Anfang April Waffeln im Raiffeisenmarkt gebacken und diese für kleines Geld an die Besucher verkauft. „Das war unsere erste gemeinsame Aktion nach längerer Zwangspause“, wies Jennifer Neumann auf die Corona-Umstände hin.

Sie und ihre Mitstreiterinnen zeigten sich mit der Organisation und Durchführung überaus zufrieden: Circa sechs große Portionen Teig waren von freiwilligen Helfern aus der Elternschaft zubereitet und gespendet worden. Das Rezept scheint auf allgemeine Zustimmung gestoßen zu sein: Jedenfalls wurden im Verlauf der Aktion derart viele Waffeln verkauft, dass am Ende 470 Euro in der Kasse gezählt werden konnten. „Die Leute waren wirklich sehr spendabel“, bedanken sich die Mütter bei den Waffelkäufern.

Aufgrund dieses Erfolgs ist bereits eine Wiederholung eingeplant. Am Samstag, 11. Juni, will der Elternbeirat erneut zum Waffelbacken aufrufen. Mit den dabei erzielten Einnahmen sollen dann die nächsten „Früchte“ des Wunschbaums geerntet werden. dg

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