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Landwirte, Forstwirte und Jäger erhalten Bürgerehrenpreis

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Von: Marie Veelen

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Bürgerehrenpreis: Der Landwirtschaftliche Ortsverband Plettenberg-Herscheid, die Forstbetriebsgemeinschaft Herscheid und der Hegering Herscheid nahmen den Preis stellvertretend entgegen. © Veelen

Herscheid - Als eine Herzensangelegenheit bezeichnete Sebastian Moos, Vorsitzender der Herscheider CDU, beim gestrigen Neujahrsempfang die Verleihung des Bürgerehrenpreises, der an die Landwirte, Forstwirte und Jäger ging.

Neben der Tatsache, dass es sich bei den drei Gruppen um etwas handle, dass wir als selbstverständlich betrachten würden, wenn wir es denn überhaupt noch wahrnehmen, wolle man mit der diesjährigen Preisvergabe dem schlechten Image durch negativ Gesprochenes und Berichtetes entgegen wirken. Sowohl die Jäger als auch die Land- und Forstwirte seien durch Schwarzmalerei in Verruf geraten. Sebastian Moos nannte als negativen Höhepunkt wie Christina Schulze Föcking ins Kreuzfeuer geraten sei und forderte auf: „Ein besserer Austausch ist nötig, um zu besseren Ergebnissen zu kommen.“

Er erklärte, die Preisträger verdienen Lob und Anerkennung. Die Jäger zum Beispiel sorgen für einen gesunden Wildbestand und dafür, dass Schäden nicht überhand nehmen, und betreuen ehrenamtlich die rollende Waldschule. Die Forstwirte halten hingegen den heimischen Forst in seinem Bestand aufrecht beziehungsweise entwickeln ihn weiter und kümmern sich um die wild lebende Tierwelt und die Landwirte tragen dazu bei, dass die Gemeinde in einem kulturwirtschaftlichen top Zustand sei und bewirtschaften diese. Als Zeichen der Wertschätzung, dass die Preisträger, die sich in ihrer Freizeit oder ihrem Hauptberuf damit beschäftigen, wurde ihnen eine Urkunde überreicht. Vertreten waren sie durch den Landwirtschaftlichen Ortsverband Plettenberg-Herscheid, die Forstbetriebsgemeinschaft Herscheid und den Hegering Herscheid.

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Landwirt Dirk Voß forderte: „Wir müssen kommunizieren.“ © Veelen

Auf der Urkunde hieß es unter anderem: „Hervorzuheben ist die Verzahnung der Arbeit und die Tatsache, dass keine der drei Gruppen ihre Tätigkeit als reinen Selbstzweck sieht. Da diese Arbeiten von der heutigen Gesellschaft als selbstverständlich angesehen werden und die Preisträger oft nur dann in die öffentliche Wahrnehmung fallen, wenn es einen Missstand gibt, ist es uns ein großes Anliegen, in Form dieses Preises Danke zu sagen für die großartige Arbeit.“

Alle drei Vertretergruppen der Preisträger bedankten sich mit einigen Worten bei der CDU Herscheid für die Ehrung. Kreislandwirt Dirk Voß erklärte zudem, dass er sich nach der guten Nachricht zwar gefreut habe, aber auch gefragt habe, wie dieser Preis in der Bevölkerung aufgefasst werde. Doch er sehe es als vielleicht richtiges Zeichen, denn die Bevölkerung entferne sich immer weiter von der Landwirtschaft. „Wir müssen kommunizieren und sagen, wie es wirklich ist. Sprechen Sie die Landwirte an“, forderte er die Bevölkerung auf. Den Landwirten sei nicht daran gelegen, die Natur oder die Landwirtschaft zu zerstören, sondern im Gegenteil. Auch schilderte Dirk Voß seinen Eindruck, dass die Politiker sich immer weiter aus der Landwirtschaft herausziehen würden.

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