Landtagsabgeordneter Marco Voge beim politischen Frühstück in Herscheid

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Herscheid - Aus dem Nähkästchen plauderte Marco Voge gestern Morgen beim 26. politischen Frühstück der Senioren-Union: Der CDU-Landtagsabgeordnete gewährte Einblicke in seinen Arbeitsalltag.

Aktuell stehe das öffentliche Leben in Düsseldorf zwar aufgrund des Karnevals still, dennoch könne er sich über mangelnde Beschäftigung nicht beklagen. Denn neben dem Besuch der Plenarsitzungen und der Tagungen der Ausschüsse pflegt Marco Voge engen Kontakt zu seinem Wahlkreis. Dieser endet zwar in Plettenberg, doch da Herscheid aktuell keinen CDU-Vertreter im Landtag hat, versprach Voge stets ein offenes Ohr für die Belange der Ebbegemeinde zu haben. Bestens informiert sei er ohnehin durch seinen wissenschaftlichen Mitarbeiter Sebastian Moos, der bekanntlich Vorsitzender der Herscheider CDU ist. Seit gut einem halben Jahr arbeitet das Duo eng und vertraut zusammen. „In dieser Zeit habe ich schon viel über Herscheid erfahren“, betonte Voge.

Dementsprechend konnte er gestern aktuelle Zahlen für die Ebbegemeinde „servieren“. Die schwarz-gelbe Landesregierung habe zwar zum ersten Mal seit 44 Jahren einen Haushalt ohne neuerliche Schuldenaufnahme verabschiedet. Dennoch könne man die Kommunen in ihrer Handlungsfähigkeit stärken, auch die Ebbegemeinde. „Herscheid erhält der schwarzen Null zum Trotz in diesem Jahr 225 000 Euro mehr vom Land“, betonte Voge.

Auch der Wegfall des sogenannten Kommunal-Soli trage zur finanziellen Entlastung der Gemeinde bei; zuletzt habe Herscheid als „reiche Kommune“ rund 150 000 Euro an ärmere Städte zahlen müssen; beispielhaft nannte Voge das hochverschuldete Oberhausen als Empfänger. Die Abschaffung der Soli-Zahlungen sei nur ein Verdienst der neuen Landesregierung. Obwohl CDU und FDP im Düsseldorfer Landtag nur eine knappe Mehrheit haben (sie stellen 100 von insgesamt 199 Abgeordneten), sei der Umgang der Politiker untereinander vertrauensvoll. „Für mich ist es eine Ehre, rund 150 000 Wähler im Plenarsaal vertreten zu können“, betonte Voge, dass ihm die Arbeit im Landtag große Freude bereite.

Zum Thema Innere Sicherheit versprach Voge, seine jährlichen Schichten in den heimischen Polizeiwachen (u. a. in Plettenberg) fortsetzen zu wollen, um den Kontakt zur Basis zu wahren und die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Zudem soll die Polizei in wesentliche Entscheidungen mit einbezogen werden, dies gelte aktuell auch für den Kauf von neuen Dienstwagen.

Eine Leit-Entscheidung zugunsten der G 9-Rückkehr soll den Schülern in NRW mehr Zeit bei der Vorbereitung auf das Abitur verschaffen. Um die Bildungsmöglichkeiten zu verbessen, sollen zudem für jeden Schulstandort Unterrichtsausfallzeiten berechnet werden. Dem Personal-Mangel könne man nicht nur durch die zusätzliche Einstellung von Lehrern begegnen, von denen gibt es nämlich aktuell nicht genug. Zusätzlich müssen auch Seiteneinsteiger für den Beruf gewonnen werden.

Wolfgang Weyland, Vorsitzender der Senioren-Union, bedankte sich bei dem Referenten für dessen Ausführungen. In diesem Zusammenhang kritisierte Weyland, dass Politiker heutzutage immer häufiger ungerechtfertigtem Spott ausgesetzt seien: „Das ist unverantwortlich.“ Er wünschte sich, dass die Arbeit der Politiker, die sich zum Wohl der Gesellschaft „abrackern“, wieder mehr geschätzt werde.

Zur Person: Marco Voge, Jahrgang 1979, wurde in Balve geboren. Gemeinsam mit seiner Frau Pamela hat er zwei Töchter (drei und fünf Jahre alt). Nach der Ausbildung zum Informatiker und dem Grundwehrdienst schloss er ein Studium als Diplom-Sozialwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Politikwissenschaft ab. Seit der Wahl im Mai 2017 gehört Voge erstmals dem NRW-Landtag an. Dort ist er Mitglied in vier Ausschüssen, unter anderem im Sportausschuss und im Haushalts- und Finanzausschuss.

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