Droht eine Winterbaustelle zwischen Herscheid und Plettenberg?

Landstraße bleibt weiter gesperrt: Zu kalt zum Asphaltieren

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Eigentlich sollten die bereits abgefrästen Fahrbahnbereiche der L 696 zwischen Kiesbert und Himmelmert asphaltiert werden. Doch die eisigen Temperaturen machten der Baufirma einen Strich durch die Rechnung.

Herscheid – Der Transporter bremst in Höhe der Abbiegung bei Kiesbert ab, unmittelbar vor der Ansammlung an Verkehrsschildern und Schrankenzäunen. „Ist die Straße Richtung Oestertalsperre gesperrt?“, fragt der Fahrer, der eine Lieferung bei einer Firma in der Nähe der Oestertalsperre abholen soll.

Die Antwort kann der junge Mann den vielen Schildern zweifelsfrei entnehmen: Die Landstraße 696 ist zwischen Kiesbert und Himmelmert wegen einer Fahrbahnsanierung komplett gesperrt – und das bereits seit dem 22. November. Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wie lange noch? 

Mitte November hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW, der für die Pflege der Landstraße zuständig ist, per Pressemitteilung verkündet, dass die Fahrbahn in mehreren Abschnitten erneuert wird. Eine Umleitung über die L 561 ist ausgeschildert. 

Die beauftragte Baufirma kam in den ersten Tagen schneller als vermutet voran, musste dann aus logistischen Gründen und wegen des Regenwetters eine mehrtägige Zwangspause einlegen. 

Für den 10. Dezember war nun die Asphaltierung angesetzt worden. Doch erneut spielte das Wetter nicht mit. Bei Temperaturen unter fünf Grad könne der Asphalt weder verdichtet werden, noch würde er haften, erklärt Projekteiter Gürsel Sivel: „Da würden wir das Geld aus dem Fenster schmeißen.“ 

Weil aufgeschoben bekanntlich nicht aufgehoben ist, soll am 12. Dezember ein neuer Anlauf gewagt werden. Die Wetterprognosen seien dann günstiger, hofft Sivel auf einen leichten Temperaturanstieg. Inklusive der Arbeiten an den Banketten und der Markierungen sollen die Arbeiten bis zum 20. Dezember beendet werden. 

Und wenn das Wetter nicht mitspielt? Droht dann eine Winterbaustelle? Dazu wollte der Projektleiter gestern keine Angaben machen. In jedem Fall werde man dafür sorgen, dass die Straße sicher befahrbar gemacht werde – ob nun erneuert und wieder freigegeben oder zunächst unvollendet. 

Der eingangs erwähnte Speditionsfahrer jedenfalls entschied sich übrigens wie auffällig viele Fahrer: Er umkurvte die Absperrung und fuhr trotz Durchfahrtsverbot über die Landstraße. „Mal sehen, ob ich durchkomme“, rief er im Vorbeifahren und rollte mit seinem Transporter ganz langsam über die Fräskanten hinweg.

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