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Lage kaum zu bewältigen: Anstieg an Einsätzen für den Rettungsdienst

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Von: Christos Christogeros

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Dank an die unermüdlichen Einsatzkräfte: Adrian Viteritti (links), Bärbel Sauerland und Bürgermeister Uwe Schmalenbach besuchten an Heiligabend die Herscheider Wache.
Dank an die unermüdlichen Einsatzkräfte: Adrian Viteritti (links), Bärbel Sauerland und Bürgermeister Uwe Schmalenbach besuchten an Heiligabend die Herscheider Wache. © HOCHSTEIN/Gemeinde HERSCHEID

Enormer Anstieg an Rettungsdiensteinsätzen / Bürgermeister dankt Einsatzkräften

Herscheid – Sie leisten ihren Dienst, um Leben zu retten und sich um die Gesundheit der Bürger zu kümmern – auch an Heiligabend: die Einsatzkräfte der Rettungswache. Dafür gebühre ihnen enormer Dank, erklärte Bürgermeister Uwe Schmalenbach bei seinem traditionellen Weihnachtsbesuch – insbesondere vor dem Hintergrund einer enorm gestiegenen Zahl an Rettungseinsätzen. Die Lage sei aktuell kaum zu bewältigen, erklärten die Rettungsdienstmitarbeiter vor Ort.

Gemeinsam mit Schmalenbach waren Ordnungsdienstleiterin Bärbel Sauerland und Adrian Viteritti, Fachdienstleiter Rettungsdienst beim Märkischen Kreis, zur Herscheider Wache gekommen – natürlich nicht mit leeren Händen. Es gab ein Dankeschön für den Einsatz der Kräfte auch an Feiertagen wie Heiligabend. In diesem Jahr standen Rettungssanitäter Patrick Palla und Notfallsanitäter Michel Hering bis 16 Uhr auf Abruf – während die meisten Herscheider wohl noch letzte Geschenke gepackt oder alles für den Besuch von Freunden und Verwandten vorbereitet haben.

Die beiden Einsatzkräfte berichteten von einem sehr einsatzstarken Jahr und auch Adrian Viteritti sprach bei seinem Besuch von „besorgniserregenden Zahlen“, was die Einsätze betrifft. Teilweise seien in der Leitstelle des Märkischen Kreises täglich mehr als 500 Notrufe eingegangen. „Normalerweise liegen wir bei etwas mehr als 200 im Durchschnitt. 500 ist schon enorm“, erklärte Viteritti.

Palla und Hering erklärten, dass die Lage aktuell kaum zu bewältigen sei. Es kämen viele Probleme zusammen, die die Arbeit erschweren würden: Die Krankenhäuser hätten ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Die Rettungskräfte müssten mit Notfallpatienten deshalb sehr weite zusätzliche Wege auf sich nehmen, um einen Platz in der Notaufnahme zu erhalten. Der Fachkräftemangel tue sein Übriges. „Man kann nur hoffen, dass sich die Politiker da etwas einfallen lassen. Da müssen dringend schnelle Lösungen her“, hofft Viteritti.

„Umso wichtiger, dass es Menschen wie Sie gibt, die auch an Feiertagen unter erschwerten Bedingungen diese Arbeit verrichten“, so der Bürgermeister zu den diensthabenden Rettungskräften. Die Mitarbeiter von Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei, Krankenhäusern und Pflegediensten seien 24 Stunden und sieben Tage die Woche für andere Menschen da – auch am Wochenende und an den Feiertagen. Gerade deshalb gelte sein Dank all jenen Menschen, vor allem auch den Ehrenamtlern, die ihre Zeit für das Wohlergehen anderer opferten.

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