Polizei sucht weiter Zeugen für schweren Verkehrsunfall

13-Jährige schwebt nach Unfall in Lebensgefahr - das Mädchen war nicht angeschnallt

Die Polizei hat die L561 im Bereich Hüinghausen voll gesperrt. Hier ist es zu einem schweren Unfall gekommen.
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Die Polizei hat die L561 im Bereich Hüinghausen voll gesperrt. Hier ist es zu einem schweren Unfall gekommen.

Update, 5. März: Die Ursache für den schweren Verkehrsunfall am Donnerstag auf der Habbeler Straße ist weiterhin unklar. Bei dem Frontalzusammenstoß unweit des Hüinghauser Ortseingangs sind insgesamt fünf Personen schwer verletzt worden. Ein 13-jähriges Mädchen schwebt weiter in Lebensgefahr.

Herscheid - Gegen 11.25 Uhr war ein roter Golf aus Richtung Plettenberg kommend in einer Rechtskurve nach links in den Gegenverkehr abgekommen. Anscheinend ungebremst, wie die Polizei vermutet, stieß das Auto in Höhe der Firma Osco mit einem entgegenkommenden Fiat Doblo zusammen.

In dem Golf saßen drei Personen aus Plettenberg: Der 42-jährige Fahrer wurde schwer verletzt. Eine 39-jährige Frau wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei inzwischen stabil, die Lage sei aber unverändert ernst, teilte ein Polizeisprecher am Freitagmittag mit.

Das 13-jährige Mädchen schwebt weiter in Lebensgefahr. Nach neuen Erkenntnissen der Polizei soll sie in dem Golf nicht angeschnallt gewesen sein und zog sich daher massive Verletzungen zu. Die beiden Personen aus dem Fiat sind ebenfalls schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht worden.

Die Landstraße 561 war im Zuge der Unfallaufnahme stundenlang gesperrt. Erst nach einer Reinigung durch eine hinzugerufene Fachfirma und einer Nachbereitung konnte die Polizei ihren Einsatz um 16.47 Uhr beenden.

Beide Autos waren nach dem schweren Unfall nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

Die anfängliche Vermutung, eines der Unfallopfer sei an Covid-19 erkrankt, bestätigte sich übrigens nicht. Eine entsprechende Testung aller beteiligten Einsatzkräft von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst sei nicht notwendig, erklärte Polizeisprecher Christoph Hüls.

Rettungskräfte hatten die Verletzten in Kliniken nach Lüdenscheid und Plettenberg gebracht. Zunächst waren zwei Rettungshubschrauber angefordert worden, die auf dem Flugplatzgelände Habbel landen sollten. Aufgrund der Wetterlage drehten sie jedoch wieder ab.

An beiden Fahrzeugen entstanden Totalschäden; die Polizei schätzt die Schadenshöhe auf etwa 10.000 Euro. Die Autos mussten abgeschleppt werden. Die Polizei stellte den VW Golf für weitere Untersuchungen sicher.

Weil die Unfallursache weiterhin unklar ist, bittet die Polizei Zeugen, sich unter der Rufnummer 02391 / 9199-0 zu melden.

Die Habbeler Straße war mehr als fünf Stunden in Höhe der Firma Osco gesperrt.

Die Feuerwehr Herscheid war mit 20 Einsatzkräften der Löschgruppen Hüinghausen und Rärin vor Ort. Sie halfen bei der Erstversorgung der Verletzten, sicherten die Unfallstelle ab und bereiteten das Flugplatzgelände auf die Hubschrauberlandung vor, die letztlich nicht erfolgen konnte.

Der Rettungsdienst war aufgrund der Vielzahl der Verletzten mit einem Großaufgebot zur Landstraße gekommen: vier Rettungswagen (aus Plettenberg, Herscheid, Meinerzhagen und Werdohl), ein Krankentransportwagen, zwei Noteinsatzfahrzeuge sowie ein leitender Notarzt.

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