Bürgermeister nimmt Stellung zu Kürbismarkt-Verlegung und Dorfwiesen-Nutzung

Kürbismarkt: Kein Veto der Verwaltung

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Ein Paradebeispiel für die Dorfwiesen-Nutzung sind laut Uwe Schmalenbach die Maitänze der Feuerwehr.

HERSCHEID - Den Abschied des Kürbismarktes aus Herscheid bedauern viele Anwohner. Kritik an der Gemeindeverwaltung, die einer Austragung in die Ortsmitte untersagt haben soll, weist Bürgermeister Uwe Schmalenbach strikt zurück.

„Eine Anfrage ist nicht an uns herangetragen worden“, betont Schmalenbach. Damit bezieht er sich auf einen Bericht der Heimatzeitung aus der Vorwoche, in dem Peter Viertmann zu Wort kam, der mit seinen Ständen maßgeblich an den Märkten in Rärin beteiligt war. 

Der Landwirt hatte sich darüber beklagt, dass die Gemeinde für einen Kürbismarkt in den Dorfwiesen keine Genehmigung erteilt habe. Diese Einschätzung verwunderte den Bürgermeister; die Gemeinde sei an dem Entscheidungsprozess nicht beteiligt gewesen. 

Der Marketingverein habe gemeinsam mit Ausstellern und ehemaligen Organisatoren alle Optionen geprüft, um den Kürbismarkt vor Ort zu halten. Bei den Gesprächen seien die Dorfwiesen zwar Thema gewesen, sie seien allerdings genau wie alternative Standorte in Herscheid ausgeschieden. 

Ein Entschluss, den der Bürgermeister nachvollziehen kann. Allein aus Gründen der Logistik beim Aufbau und aufgrund der Größenverhältnisse seien die Dorfwiesen für eine Veranstaltung wie den Kürbismarkt in seiner bisherigen Form nicht geeignet. 

Auf dem zum Teil schrägen Gelände sei kein Platz für 70 oder 80 Stände sowie hunderte Besucher, sagt Uwe Schmalenbach. Schon gar nicht im Herbst (angestammtes Datum des Kürbismarktes ist der 3. Oktober), wenn die Wiesen nass sein könnten. 

Als Ort der Begegnung seien die Dorfwiesen zwar geplant und angelegt, aber eben nicht für Großveranstaltungen. Als positive Beispiele dafür, dass an dieser Stelle tolle Feste stattfinden können, führte der Bürgermeister die Maitänze der Feuerwehr, das Eislaufen auf dem Multifunktionsfeld und das Waffelfest an. Doch nicht nur bei solchen besonderen Anlässen, sondern auch im Alltag erweise sich die Fläche als Gewinn für den gesamten Ort. 

Eine weitere Belebung durch zusätzliche Veranstaltungen sei auch im Sinne des Bürgermeisters. Jedoch handele sich um eine gemeindliche Fläche und diese könne nicht beliebig genutzt werden. Im Vorfeld müsse eine Absprache mit dem Ordnungsamt erfolgen. Dies gelte auch für andere Fläche wie etwa den Alten Schulplatz. 

Ein solches Gespräch habe es im Falle des Kürbismarktes aber nicht gegeben, betont der Bürgermeister. Er hofft, dass die Gespräche des Marketingvereins mit den heimischen Landwirten von Erfolg gekrönt sind. Ziel soll es sein, für die Nachfolge des Kürbismarktes in Herscheid eine geeignete Fläche zu finden; die Dorfwiesen spielen dabei keine Rolle.

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