Kreisbrandmeister Namensgeber für neues Fahrzeug der Löschgruppe Hüinghausen

„Blümchen“ mit viel Wasser und modernem Werkzeug

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Bürgermeister Schmalenbach (links) übergab das Tragkraftspritzenfahrzeug im Beisein von Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath (Mitte) an Wehrleiter Michael Geck (2. von rechts) und Hüinghausens Löschgruppenführerin Lisa Vedder (2. von links).

HERSCHEID - Ihr Löschwassertank fasst 1 000 Liter, sie hat einen 340 Meter B Schlauch, verfügt über 170 PS und ist mit reichlich moderner Technik ausgestattet. „Blümchen“ – mit anderem Namen Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) – ist der neue Stolz der Feuerwehr Herscheid.

Einsatzkräfte aus dem gesamten Gemeindegebiet verfolgten am Donnerstagabend die offizielle Inbetriebnahme im Gerätehaus der Löschgruppe Hüinghausen. Feierlich übergab Bürgermeister Uwe Schmalenbach den Schlüssel an Löschgruppenführerin Lisa Vedder, die gemeinsam mit Wehrleiter Michael Geck das Fahrzeug in Empfang nahm. 

Ein besonderer Dank galt dabei Thomas Felske, der maßgeblich an der Ausarbeitung des Fahrzeugs beteiligt war. „Dafür wurde viel Zeit investiert. Deshalb können wir uns für diesen Einsatz nur bedanken“, erinnerte Wehrleiter Michael Geck an die umfangreichen Planungsarbeiten rund um die technischen Details, die im Vorfeld notwendig waren. 

„Bei Einsätzen der Feuerwehr können Sekunden entscheidend sein. Deshalb ist extrem wichtig, dass unsere Einsatzkräfte mit einer guten Technik ausgestattet sind, um damit jede der vielfältigen Herausforderungen bewältigen zu können“, betonte Uwe Schmalenbach die Bedeutung einer angemessenen Ausrüstung, die neben der Brandbekämpfung auch die Personenrettung oder den Einsatz bei Naturkatastrophen unterstützen soll. 

Dennoch wünscht sich der Bürgermeister natürlich, dass die Nutzung des Wagens keine großen Ausmaße annehmen möge und es nur zu wenigen Einsätzen kommt. Das neue Fahrzeug ist ein Renault und stammt von der Firma Adik aus Siegen, welche als Spezialist für Feuerwehrwagen unterschiedlicher Art gilt. Ein entscheidender Vorteil von „Blümchen“ sei das Vorhandensein einer Löschwasser-Rückhaltung, hob Michael Geck hervor: „Dadurch können wir eine große Menge an Wasser auch in Außengebiete bringen, wo der Inhalt der Hydranten nicht ausreichend ist.“ 

Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, einem Sprinter-Modell, ist die Neuanschaffung etwas kleiner und daher deutlich geeigneter, um in schmale Straßen und zwischen engen Bebauungen fahren zu können. Neben der genauen Ausstattung, bei der viel Eigenleistung betrieben und Equipment aus dem Materialvorrat sowie anderen Fahrzeugen verwendet wurde, entwickelte die Hüinghauser Löschgruppe ein individuelles Design. 

Deshalb schmückt das Herscheider Wappen die Seiten des Führerhauses, in dem insgesamt sechs Feuerwehrleute Platz finden. Der Preis für das Fahrzeug lag bei rund 75 000 Euro und wird komplett von der Gemeindeverwaltung übernommen. 

Namensgeber für „Blümchen“ ist der scheidende Kreisbrandmeister Rainer Blumenrath, der in den nächsten Tagen in den Ruhestand verabschiedet wird, es sich zu diesem besonderen Anlass aber nicht nehmen ließ, noch einmal nach Herscheid zu kommen. „So eine Ehrung wurde mir auch noch nicht zuteil“, zeigte sich Blumenrath positiv überrascht von dieser originellen Idee und weihte das Fahrzeug mit großer Freude offiziell ein. 

Dabei fühlte er sich auch an seinen ersten Besuch als Kreisbrandmeister im Ebbegebiet erinnert: „Als ich 1994 das erste Mal hierhin gekommen bin, wurde unter dem Namen Brummi ebenfalls ein neues Löschfahrzeug vorgestellt. Damit schließt sich für mich ein Kreis.“

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