Großes Interesse an Alpaka-Wanderung

Der Kopf ist der Spuck-Knopf

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Streicheleinheiten haben die Alpakas gern. Vor der gemeinsamen Wanderung durch die Herscheider Wälder erfuhren die Teilnehmer, wo die Tiere am liebsten gekuschelt werden – und an welchen Stellen sie keine Berührungen mögen.

HERSCHEID - Zu einer Wanderung der ganz besonderen Art trafen sich am Sonntagvormittag 50 Personen und zwölf Alpakas vor der Gemeinschaftshalle.

Zu diesem Aktionstag hatte die Gemeinde Herscheid gemeinsam mit dem Nah-Tour Bus eingeladen. Frank Holthaus vom Fachbereich 2 der Gemeinde Herscheid begrüßte die Wanderer. Er freute sich über das große Interesse an dieser Veranstaltung und bedauerte gleichzeitig, dass er zahlreichen weiteren Teilnehmern absagen musste. „Die Gruppe wäre sonst einfach zu groß geworden“, erklärte Holthaus. 

Lutz Aufenacker vom Alpakahof Blomberg, der für diese Wanderung zwölf seiner männlichen Tiere mitgebracht hatte, gab vorab ein paar Hinweise, damit der Spaß an diesem Erlebnis nicht getrübt wurde. Alpakas seien nämlich recht eigensinnige und neugierige Wesen, erklärte er den Wanderfreunden. Auf keinen Fall sollten die Wanderer das Tier von hinten anfassen: Dann fliegen die Beine – denn die Tiere können nach hinten und auch zur Seite austreten. „Und das gibt dann blaue Flecken“, bemerkte der Meinerzhagener Züchter. 

Tierische Wanderung in Herscheid

Noch einen wichtigen Rat gab er den Teilnehmern mit auf den Weg: „Wer heute nicht stinkend nach Hause will, sollte es vermeiden, dem Alpaka an den Kopf zu fassen. Das ist der Spuck-Knopf.“ Die Tiere, die ansonsten absolut harmlos sind, mögen Berührungen am Kopf nicht und reagieren mit spucken. „Das stinkt bestialisch“, warnte Lutz Aufenacker. 

Nach dieser kurzen Einführung machte sich die Truppe auf den Weg in Richtung Böllenberg. Das erste Etappenziel auf dieser sieben Kilometer langen Strecke war der Wanderparkplatz an der Piene. Dort hielt das Team der SGV-Familienarbeit für die Wanderer einen kleinen Imbiss bereit. Während sich die Zweibeiner mit Würstchen, Brötchen und Getränken stärkten, erfreuten sich die Alpakas an dem saftigen Gras auf der Wiese. 

Nach einer kurzen Rast zog die Karawane weiter: Die Strecke führte sie durch die Nümmert, am Hahn vorbei ins Dorf zurück. Am Hallenplatz angekommen fiel es manchem Teilnehmer – vor allem den Kindern – schwer, sich von den flauschigen Begleitern zu trennen. 

Auf der Tour erfuhren die großen und kleinen Teilnehmer viel über die Tiere, die mit ihrem freundlichen Wesen alle faszinierten. Beispielsweise, dass es sich bei Alpakas um eine kleine Kamelart aus den Anden handelt. Sie sind soziale Tiere und fühlen sich in Gruppen am wohlsten. 

Ihr Fell liefert Wolle, die sich zu Kleidung verarbeiten lässt. Alpakas sind Pflanzenfresser und werden zwischen 20 und 25 Jahre alt. Die zwölf Alpakas, die am Sonntag durch die Herscheider Wälder wanderten, waren mit einem Alter zwischen ein und sieben Jahren dagegen noch richtige Jungtiere.

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