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Kitas und Corona: Was passiert nach den Sommerferien?

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Von: Dirk Grein

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Überraschung gelungen: Die Vorschulkinder bedankten sich mit einer selbstgestalteten Sitzbank beim Team der DRK-Kindertagesstätte Herscheid.
Überraschung gelungen: Die Vorschulkinder bedankten sich mit einer selbstgestalteten Sitzbank beim Team der DRK-Kindertagesstätte Herscheid. © Dirk Grein

Irgendwie passte die Szenerie zu dem gesamten Jahr: Erst war die Abschlussfeier auf dem Außengelände geplant, doch der einsetzende Regen verschob den Auftakt zunächst in den Turnraum der DRK-Kita. Als die Wolkendecke dann aufriss, trauten sich Erzieherinnen, Kinder und Eltern nach draußen, doch dort wurden sie von Bagger- und Rüttelplattenlärm empfangen.

Herscheid - „Wir haben das Beste daraus gemacht“, sagte Einrichtungsleiterin Elke Haase. Damit meinte sie weniger die geschilderten Umstände der Feierstunde, sondern vielmehr das zurückliegende Kindergartenjahr. Dieses war stark von Corona und den Einschränkungen geprägt. Die 19 Vorschulkinder, die am Freitagnachmittag verabschiedet wurden, waren von den Schutzmaßnahmen voll getroffen. Sie haben ihre Kindergartenzeit unter außergewöhnlichen Umständen erlebt. „Was möglich war, haben wir auch ermöglicht“, erzählte Elke Haase.

Sie zeigte sich erleichtert, dass nach den Monaten der Entbehrungen zumindest in letzter Zeit wieder mehr Unternehmungen möglich waren. Dazu zählte unter anderem der Besuch des Feuerwehr-Gerätehauses an der Bahnhofstraße und auch das Abschlussfest. Für dieses hatten die Kinder einen Tüchertanz vorbereitet, der von den Eltern mit reichlich Applaus bedacht wurde. Bei Gebäck und Getränken erhielten die Kinder ihre Mappen mit allerlei Fotos aus drei, vier oder sogar fünf Jahren in der Einrichtung am Nelkenweg.

„Die Kinder sind uns in dieser Zeit sehr ans Herz gewachsen“, sagte Elke Haase im Namen ihrer Kolleginnen. Der Abschied falle daher nicht leicht – und doch wurde er den Erzieherinnen überraschenderweise versüßt. Denn die Eltern überreichten dem Team ein besonderes Geschenk: eine selbst angefertigte Holz-Sitzbank, auf der sich die Kinder mit Namen und bunten Handabdrücken verewigt hatten. Mit dem gemeinsam angestimmten „Alle Kinder lernen lesen“ besangen Kleine und Groß die nach den Ferien beginnende Schulzeit.

Die Sommerpause im DRK-Kindergarten beginnt indes am 21. Juli, dann bleibt die Einrichtung für drei Wochen geschlossen. Und danach? „Wir sind zuversichtlich und planen das nächste Kindergartenjahr, so gut es geht, wie vor Beginn der Pandemie“, sagt Elke Haase und ergänzt: „Wir müssen lernen, mit Corona zu leben.“

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