Wer zieht ein?

Neue Eigentümer für das Pfarrhaus

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Blick auf den Kirchplatz: Ein Teil davon wird zum Privatgelände.

Herscheid – Seit einem Monat hat das ehemalige Herscheider Pfarrhaus an der Gartenstraße eine neue Zukunft: „Zum 1. Mai konnte die Kirche das Gebäude an eine Privatperson verkaufen. Es wird eine Familie einziehen“, gibt Pfarrer Patrick Schnell bekannt.

Rund um das Haus wird bereits umgebaut. Dabei hat sich der Verkauf schon vor Jahren angedeutet: Im September 2014 wurde Elisabeth Klaes als Gemeindereferentin verabschiedet. Einen direkten Nachfolger konnte die Pfarrei St. Laurentius Plettenberg-Herscheid nicht präsentieren. Damit schien auch das Ende des 1978 errichteten Pfarrhauses besiegelt zu sein. 

Ursprünglich sollte das Gebäude bereits damals verkauft werden, doch nach einigen Monaten Leerstand wurde es plötzlich dringend gebraucht: Da sich die Gemeindeverwaltung Herscheid zu Beginn der großen Flüchtlingsbewegung 2015/2016 für eine dezentrale Unterbringung und gegen Containerlösungen entschied, stieß man bei der Suche nach einer passenden Immobilie unter anderem auf das Pfarrhaus, wo mehrere Flüchtlingsfamilien einziehen konnten. Insgesamt war das Gebäude für bis zu 15 Personen ausgelegt. 

Der Mietvertrag mit der katholischen Kirchengemeinde lief zwei Jahre lang. Danach musste das einstige Pfarrhaus aufgrund der deutlich entspannteren Flüchtlingssituation nicht mehr als Unterkunft genutzt werden. „Dann wollten wir das große Haus natürlich wieder verkaufen. Es hat eine gewisse Zeit gedauert, aber jetzt sind wir froh, einen Käufer gefunden zu haben“, teilt Schnell als Leiter der Pfarrei St. Laurentius mit. 

Für die Mitglieder der katholischen Gemeinde Herscheid habe der Verkauf durchaus Folgen, wie der Pfarrer betont: „Die Treppen neben dem Pfarrhaus gehören damit zum Privatgelände. Der Gang zur Kirche sollte nur über die Gartenstraße erfolgen.“ Auch ein Teil des Kirchplatzes ist also nicht mehr im Besitz der Gemeinde. Eine sichtbare Trennung der beiden unterschiedlichen Grundstücke könnte noch kommen. 

Schon als das Pfarrhaus von Flüchtlingen bewohnt wurde, hatte es eine Art Absperrung gegeben. Die Nutzung des Außengeländes dürfte künftig wieder eingeschränkter sein. Dafür kann sich die Kirche über einen „finanziellen Segen“ freuen: „Das durch den Hausverkauf eingenommene Geld bleibt auf jeden Fall in der Pfarrei.“

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