Kfz-Werkstatt Turk richtet zweiten Standort ein und übernimmt Sotec Solar-Gelände

Kein Anbau auf grüner Wiese, sondern Teilumzug „ums Eck“

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Die Überlegungen, die Werkstatt auf der Wiese in Richtung Mühlhof zu erweitern, musste Michael Turk verwerfen. Diese befindet sich aus städtebaulicher Sicht im Niemandsland; eine Bebauung wäre mit großem planerischen und finanziellen Aufwand verbunden gewesen.

Herscheid - Die Anfahrt zur Waschstraße über das Werksgelände ist schwierig; Kundenfahrzeuge stehen häufig Spalier und erschweren das Vorankommen. Seit geraumer Zeit sind Parkplätze auf dem Gelände der Werkstatt Turk Mangelware. Doch das soll sich bald ändern.

Seit vier Jahren trägt sich Inhaber Michael Turk mit dem Gedanken, seinen Betrieb zu vergrößern. Der platzt allmählich aus allen Nähten: Neben eingangs erwähnter Parkplatzsituation zwischen Werkstatt und Tankstelle bestehen weitere Engpässe, zum Beispiel im Reifenlager oder in der Werkstatt allgemein. Auch im kleinen Büro müssen sich drei Kollegen ihre Arbeitsplätze auf kleinem Raum teilen; optimale Arbeitsbedingungen sehen anders aus. 

Für einen Anbau ist auf der angrenzenden Wiese in Richtung Mühlhof doch ausreichend Platz – könnte man meinen. Allerdings ist die Nutzung dieser Fläche nicht ohne Weiteres möglich, wie Michael Turk Anfang dieses Jahres in Gesprächen mit der Plettenberger Stadtverwaltung herausfinden musste. 

„Die Wiese befindet sich aus planerischer Sicht im Niemandsland“, erklärt der Hüinghauser. Aufgrund der Lage im Außenbereich gibt es für dieses Gebiet keinen gültigen Bebauungsplan; eine gewerbliche Nutzung würde einen immensen planerischen Aufwand bedeuten. Bereits für den Werkstattneubau vor über 15 Jahren wurde für die Firma Turk eine Ausnahme-regelung in Form eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ermöglicht. Auch für das aktuelle Vorhaben konnte die Stadt Plettenberg eine mögliche Alternative vorschlagen, mit der auch die Aufsichtsbehörde (der Märkische Kreis) einverstanden gewesen wäre. 

Die Anforderungen der Hüinghauser Werkstatt hätten dabei aber nicht erfüllt werden können: Der Anbau auf der Wiese hätte eine Einschränkung in den Arbeitsabläufen bedeutet. Erschwerend kamen erhöhte Kosten hinzu, um unter anderem die Brandschutzbedingungen einhalten zu können. Deshalb entschied sich Michael Turk letztlich gegen die Alternative. Auf der Suche nach einer Lösung für das Platzproblem wurde der Geschäftsführer „um die Ecke“ fündig. Denn in direkter Nachbarschaft, an der Alten Dorfstraße 32, wurde ein Platz für die Werkstatt frei. 

Die Firma Sotec Solar hat ihren Arbeitsschwerpunkt verlagert und ist umgezogen. Kurzerhand sicherte sich Michael Turk die rund 1 700 Quadratmeter große Fläche, die aus einem großen Parkplatz und Werkshallen besteht. Der Umbau innerhalb des Gebäudes sei unproblematisch, zumal dort ursprünglich mit dem Autohaus Henneke ohnehin ein Kfz-Betrieb angesiedelt war, erinnert Turk an die ehemalige Nutzung. 

Auf rund 80 Meter schätzt er die Entfernung vom Tankstellengelände zum zweiten Standort. Eine Distanz, die (vor allem bei Regen) zwar nicht optimal, aber andererseits auch nicht zu groß sei. Dennoch biete sich seinem Unternehmen durch den Teil-umzug eine gesunde Wachstumsperspektive; neben einer Neustrukturierung der Arbeitsorganisation ist auch eine Aufstockung des Personals angedacht. 

Rund 500 000 Euro kostet diese Vergrößerung, eine Investition in die Zukunft seiner Werkstatt, betont Michael Turk. Nach kurzer Umbau- und Aufteilungsphase ist die Einweihungsfeier – rechtzeitig vor Beginn der Reifensaison – für den 7. Oktober geplant.

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