Karsten Schäfer weiß: Ein Patentrezept für den besten Weihnachtsbaum gibt es nicht

Nicht allein die Optik zählt, auch der Geruch ist wichtig

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Karsten Schäfer geht davon aus, dass auch an Heiligabend noch der ein oder andere Weihnachtsbaum verkauft wird.

HERSCHEID - Ein hell funkelnder Christbaum ist fester Bestandteil des Weihnachtsfestes. In vielen Wohnungen steht er bis ins neue Jahr hinein in den Wohnzimmern. In Herscheid gibt es einige Anlaufstellen für Baumsuchende; eine davon ist in Nieder-Mesten.

Karsten Schäfer hat sich neben seiner Tätigkeit als Landwirt auf Weihnachtsbäume spezialisiert und besitzt aktuell eine vier Hektar große Baumkultur. Das Weihnachtsbaumgeschäft auf dem eigenen Bauernhof in Nieder- Mesten begann vor zehn Jahren und erfreut sich seither steigender Beliebtheit. 

„Angefangen hat es mit einem kleinen Verkaufsstand am Spielplatz. Mittlerweile haben wir es auf unserem Hof deutlich größer aufgezogen“, erklärte Schäfer vor der zum Verkaufsplatz umfunktionierten Maschinenhalle, die mit ihren Lichterketten einen gemütlichen Eindruck erweckt und an ihrer Seite außerdem von einer sieben Meter großen Weihnachtsmannfigur geschmückt wird. 

Auch diese hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Verkaufsangebot weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt wurde: „Viele Ausflugsgäste aus der näheren Umgebung, aber auch aus dem Ruhrgebiet wurden dadurch auf unsere Bäume aufmerksam. Durch weitere Werbemaßnahmen, wie Informationsflyer in Gaststätten, erreichen wir schon im Sommer potenzielle Kunden, die in der Adventszeit wiederkommen“, verrät Schäfer. 

Mehrere hundert Besucher pilgern an den Adventswochenenden auf seinen Hof, der eine reiche Auswahl an Weihnachtsbäumen bietet. Das Hauptgeschäft macht der Waldbauer mit der beliebten Nordmanntanne, die aufgrund ihrer langen Haltbarkeit und den weichen Nadeln von vielen Kunden bevorzugt wird. Eine verstärkte Nachfrage gibt es laut Schäfer derweil bei der Blaufichte zu verzeichnen: „Mit ihrem starken Geruch nach Harz, dem klassischen Tannenbaumgeruch, ist sie wieder in Mode gekommen. In früheren Jahren war sie ja durchaus sehr gängig und daran scheint sie wieder anzuknüpfen.“ 

Auch andere Arten, wie zum Beispiel die Nobilistanne, sind in seinem Sortiment zu finden, sodass für jeden Geschmack das passende Exemplar dabei sein dürfte. Denn für Karsten Schäfer ist klar: „Die Kundenwünsche sind sehr individuell. Deshalb gibt es auch kein Patentrezept für den besten Baum.“ 

Die Vorbereitung für den Handel mit den Weihnachtsbäumen beginnt bereits, wenn in Karsten Schäfers Schonungen neue Bäume gepflanzt werden. Doch damit nicht genug, denn das ganze Jahr über benötigen die Pflanzen eine umfangreiche Pflege, die unter anderem Korrekturschnitte beinhaltet. Auch der Schutz darf nicht vernachlässigt werden, wie Schäfer betont: „Ansonsten kann es passieren, dass die Knospen der Pflanzen von Waldbewohnern abgefressen werden.“ 

Großen Wert legt er darauf, dass seine Bäume nicht mit chemischen Mitteln bearbeitet und seine Flächen ganz natürlich von Schafen beweidet werden. Bei der großen Menge an Bäumen, die Karsten Schäfer verkauft, ist natürlich ein ganzes Helferteam nötig. Bis zu sieben Familienmitglieder packen kräftig mit an und sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Weihnachtsbaumverkaufes, der auch das Einnetzen und Verladen der wertvollen grünen Pracht übernimmt. 

Ein besonderer Service für die Kunden ist, dass sie nicht nur ihre Bäume unter fachkundiger Beratung auswählen, sondern sich bei kälteren Temperaturen auch an mehreren Feuertonnen in der Fahrzeughalle aufwärmen können. Hier warten zudem Glühwein und frisch gegrillte Bratwürstchen, die den Aufenthalt für Besucher angenehmer machen. 

„Die Kunden sollen sich wohlfühlen und einen schönen Ausflug erleben“, freut sich der Landwirt über die vielen positiven Reaktionen auf seinen Christbaumverkauf, der am 24. Dezember ebenfalls noch geöffnet hat. Auch an diesem Tag werde er vermutlich wieder den einen oder anderen Spätkäufer begrüßen können, prognostiziert Karsten Schäfer aufgrund seiner Erfahrung.

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