Martinszüge trotz Baustelle

Kanalbaustelle Im Uerp soll in zwei Wochen bequem zu Fuß passierbar sein

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In drei Metern Tiefe wird aktuell der neue Mischwasserkanal an die bestehende Leitung angeschlossen.

Herscheid – Ein drei Meter tiefes Loch klafft in der Unterdorfstraße, direkt am Jugendzentrum. Von der Straße Im Uerp kommend wird ein neuer Mischwasserkanal eingebaut. Der Kreuzungsbereich bleibt zwar noch mindestens zwei Wochen gesperrt, die Martinsumzüge können trotzdem stattfinden.

Am 7. November plant der DRK-Kindergarten seinen Liedermarsch vom Nelkenweg kommend zur Jahnstraße und wieder zurück. Dabei geht es mit Ross und Reiter sowie mit vielen Kindern und Eltern genau durch die Baustelle. „Die wird zu diesem Zeitpunkt vernünftig und gefahrenfrei zu passieren sein“, verspricht Bauleiter Bernd Kriesten vom Stadtentwässerungsbetrieb Lüdenscheid-Herscheid (SELH). Auch für den Martinszug der Katholischen Kirchengemeinde St. Mariä am 9. November, der von der Gartenstraße zum Freibadparkplatz führt, sollen sich keinerlei Einschränkungen ergeben. 

Letzte Arbeiten am Kanal müssen zu diesem Zeitpunkt vermutlich noch ausgeführt werden. Wann die Straßensperrung aufgehoben werden kann, hängt maßgeblich von der Witterung der nächsten Tage ab. Dauerhafter, starker Regen oder Frost würden die Maßnahme verzögern. 

Auf einer Strecke von 90 Metern Länge ist bereits ein neuer Mischwasserkanal in das Erdreich, vom DRK-Heim bis zum Kreuzungsbereich Unterdorfstraße, gebracht worden. Dieses Teilstück muss an beiden Endstellen angeschlossen werden; auch einige Hausanschlüsse warten noch auf ihre Anbindung. Ist dies geschehen, kann der alte Kanal mit Flüssigbeton verfüllt werden, damit dieser nicht zusammenbricht und sich keine Ratten einnisten. 

Bei turnusmäßigen Kontrollen – bei denen unterirdisch gefilmt wurde – waren die irreparabelen Schäden aufgefallen. Eine Instandsetzung im grabenlosen Verfahren, bei dem ein Schlauch in den bestehenden Kanal eingezogen wird (vor Ort zuletzt am Alten Schulplatz geschehen), sei aufgrund der massiven Schäden nicht möglich gewesen. 

Stattdessen wurde ein neuer, breiterer Kanal eingebaut. Im oberen Bereich mussten die Arbeiten wegen des Bruchbachs in knapp 3,20 Meter Tiefe ausgeführt werden. „Das dürfte die aufwendigste Kanalbaumaßnahme in Herscheid in diesem Jahr sein“, sagt Andreas Voit, Herscheider Ansprechpartner beim SELH. 

Der Vorgängerkanal, der mindestens 60 Jahre auf dem Buckel haben dürfte, verlief vom Uerp kommend auf das Freibadgelände und von dort über Ecke auf die Unterdorfstraße. Der neue Kanal hingegen ist geradlinig an den Straßenverlauf angepasst. „Das erhöht die Fließgeschwindigkeit und somit die Leistungsfähigkeit“, betont Voit.

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