Hilfe war rasch zur Stelle

Nach Kaminbrand in altem Bauernhaus: Auf Nachbarschaft und Feuerwehr ist Verlass

Zwischen Kuhstall und Bauernhaus brachte die Plettenberger Feuerwehr ihre Drehleiter auf dem Gelände am Schmiedeweg in Stellung.
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Zwischen Kuhstall und Bauernhaus brachte die Plettenberger Feuerwehr ihre Drehleiter auf dem Gelände am Schmiedeweg in Stellung.

Update, Samstag 12.00 Uhr: Beim Blick aus dem Fenster dachte Dirk Voss am Freitagmorgen zunächst an dichtes Schneetreiben. „Alles war weiß“, erzählt der Landwirt aus Friedlin. Doch bei genauerer Betrachtung war rasch klar: Nicht etwa Schnee vernebelte die Sicht am Schmiedeweg, sondern Qualm. Die Ursache: ein Kaminbrand.

Herscheid - Als Voss vor die Tür seines alten Bauernhauses (Baujahr 1733), schritt, eilten bereits erste Nachbarn herbei. „Brennt es bei euch?“ und „Wie können wir helfen?“. Die Nachbarschaft in Friedlin ist intakt.

Rasch war die Feuerwehr alarmiert, die um 9.22 Uhr Gemeindealarm auslöste und aufgrund des Einsatzstichwortes zur Unterstützung die Drehleiter der Plettenberger Feuerwehr anforderte. Die Einsatzkräfte kontrollierten zunächst das gesamte mehrstöckige Gebäude, in dessen unterem Bereich auch Tiere untergebracht sind.

Mit Schornsteinfegerwerkzeug kehrten die Einsatzkräfte der Feuerwehr den Kamin von oben.

Zur Erleichterung aller Beteiligten stand bald fest, dass sich der Brand ausschließlich im Inneren des Kamins befand und keine Funken oder Feuer nach außen drangen. Vorsichtshalber wurden dennoch Schlauchleitungen aufgebaut, um bei einem möglichen Übergreifen rasch reagieren zu können.

Mit dem Korb der Drehleiter, die zwischen Kuhstall und Wohngebäude in Stellung gebracht worden war, näherte sich dann ein Einsatztrupp unter schwerem Atemschutz dem Kamin, um diesen mit Schornsteinfegerwerkzeug zu kehren. In allen Geschossen des Gebäudes wurde der Schornstein genauestens beobachtet. An der unteren Revisionsklappe fingen die Einsatzkräfte Glut und Ruß auf und brachten diese qualmende Masse ins Freie, wo sie abgelöscht wurde.

Die Feuerwehr hatte die Lage am Schmiedeweg schnell unter Kontrolle.

Nach mehrmaligem Kehren war keine Rauchbildung mehr zu erkennen – ein gutes Zeichen für die Feuerwehr. Nach einer erneuten Kontrolle mit Wärmebildkameras konnte die Örtlichkeit an den Schornsteinfeger übergeben werden. Die 49 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie die Polizei konnten nach etwa einer Stunde wieder abrücken.

 Einsatz in Hüinghausen

Sirenenalarm ertönte am Freitag bereits um 8.54 Uhr. Der Feuerwehr war ein Brand in einem Wohngebäude an der Elsener Straße gemeldet worden. Die Löschgruppe Hüinghausen war als Erstes vor Ort und konnte Entwarnung geben: Wegen eines technischen Defekts in der Küche war zwar Qualm entstanden, ein Brand hatte sich nicht entwickelt. Die Einsatzkräfte konnten daher unverrichteter Dinge abrücken, um kurz darauf zum Kaminbrand zu eilen.

Die Erleichterung war der Familie Voss anzumerken. Der Schreck am Morgen hatte für sie, ihre Tiere und die Gebäude keine gravierenden Folgen. Der Dank von Dirk Voss galt den Einsatzkräften und seinen Nachbarn: „Darauf ist wirklich Verlass.“

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