Projekt zu Bienen

Jung und Alt erhalten in Herscheid den Klimapreis

Julien Eichhoff und Anke Dahlhaus erhielten den Klimaschutzpreis.
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Julien Eichhoff (vorne links) und Anke Dahlhaus (vorne rechts) erhielten den Klimaschutzpreis für das Projekt ihrer Einrichtungen. Bürgermeister Uwe Schmalenbach (links) und Fachbereichsleiterin Bärbel Sauerland (rechts) gratulierten.

Der Umweltschutz lässt sich auch von einer Pandemie nicht unterdrücken. Diese Botschaft transportieren die Gewinner des Herscheider Klimaschutzpreises. Bei der Prämierung im Bürgersaal gab es eine Besonderheit: Denn dort wurden zwei Preisträger für dasselbe Projekt geehrt.

Herscheid – Das Herscheider Seniorenzentrum und die Großtagespflege Pusteblume sind aufgrund der räumlichen Nähe ohnehin stark miteinander verbunden. Was lag also näher, als sich im Rahmen eines Generationenprojektes mit einem gemeinsamen Thema zu beschäftigen?

Und tatsächlich waren alle mit eingebunden: die Kinder, deren Betreuer, die Senioren, die Azubis des Seniorenzentrums und weitere Helfer. Sie lernten das Leben der Bienen kennen. Dass Julien Eichhoff, Mitbegründer der Herscheider Großtagespflege, in seiner Freizeit Imker ist, spielte eine entscheidende Rolle. Denn er hält seit einigen Monaten zwei Bienenvölker auf dem Gelände des Seniorenzentrums.

Wie leben Bienen? Wie produzieren sie ihren Honig und zu welchen anderen Erzeugnissen tragen die summenden Insekten bei? All diesen spannenden Fragen konnten die Teilnehmer nachgehen. Antworten erhielten sie auch in der Praxis, etwa bei einer Standschau inklusive Erprobung des Bienentelefons.

„Wegen Corona ist leider einiges auf der Strecke geblieben“, bedauerte Anke Dahlhaus, Leiterin des Seniorenzentrums, dass Jung und Alt keine gemeinsamen Aktivitäten durchführen konnten. Dennoch haben alle gemeinsam – wenn auch getrennt voneinander – viel gelernt: Zum Beispiel, dass Bienenwachstücher eine sinnvolle Alternative zu Frischhaltefolie sind. „Sie sind mehrfach nutzbar“, erklärte Eichhoff der zudem zeigte, wie aus Bienenwachs Lippenbalsam hergestellt werden kann.

Zudem ergänzte er, dass das Bienen-Thema Teil eines Nachhaltigkeitsprojektes sei. Für das kommende Jahr sei unter anderem geplant, in einem Beet am Seniorenzentrum Kräuter, Obst und Gemüse zu pflanzen, um mit der Ernte die Mahlzeiten in den beiden Einrichtungen zu bereichern.

Die Gemeinde Herscheid belohnte dieses Generationenprojekt mit dem Klimaschutzpreis, der gemeinsam mit dem Energieversorger Westenergie (zuvor innogy) verliehen wurde. Bürgermeister Uwe Schmalenbach und Fachbereichsleiterin Bärbel Sauerland überreichten den Preis – dotiert mit 1000 Euro – in kleinem Rahmen.

Das eigene Verhalten überprüfen

Bürgermeister Uwe Schmalenbach erinnerte bei der Preisvergabe an das Herscheider Klimaschutzkonzept. Dieses setze die Ziele für die kommenden Projekte, die mit Hilfe eines Klimaschutzmanagers (der bald im Rathaus seine Tätigkeit aufnehmen soll) umgesetzt werden sollen. Die Gemeinde werde ihren Beitrag leisten und beispielsweise prüfen, wie die 17 gemeindeeigenen Gebäude effizienter und klimafreundlicher genutzt werden können. Doch auch die Bürger können mit kleinen Veränderungen zur Verbesserung beitragen. Schmalenbach riet zu einem „Check des eigenen Verhaltens“. Beginnen müsse man mit der Umwelterziehung der Kinder. „Ich habe das Gefühl, das war schonmal besser“, sagte der Bürgermeister. Als wohl prominentestes Beispiel in der Ortsmitte nannte er die Dorfwiesen: Zigarettenstummel, Flaschen und Verpackungsmüll werden dort viel zu oft sorglos auf Wegen und in den Grünflächen zurückgelassen. 

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