„Jeckes“ Mettwurstessen beim MGV Holthausen  

Enklave im karnevalsfreien Plettenberg

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Besser hätte die Stimmung im Holthauser Saal nicht sein können: Der MGV Holthausen hatte zum karnevalistischen Mettwurstessen alle „jecken“ Register gezogen.

Plettenberg - Zu einer Enklave des Frohsinns, der Jecken und der lustigen Kostümierung wurde am Wochenende der Saal Ochtendung: Der MGV Holthausen hatte in diesem Jahr sein Mettwurstessen gleich mit einer der sonst in Plettenberg eher selten stattfindenden Karnevalsfeiern verbunden.

Mit einem bunten Programm und einigen Überraschungen wurden die rund 170 Gäste am Samstag bestens unterhalten. Das traditionelle Mettwurstessen wurde wegen der anstehenden Kirchenkonzerte im März auf Anfang Februar vorverlegt und geriet somit in die jecke Zeit. Kurzerhand wurde ein Karnevalsprogramm zusammengestellt, das es in sich hatte. Nicht nur das Programm war bunt, sondern auch die Kostüme der Besucher, die von den Sängern unter der Leitung von Chordirektor FDB Herbert Wilberg mit dem Lied der Mainzer Hofsänger „So ein Tag, so wunderschön wie heute…“ begrüßt worden waren. Karnevalsveranstaltungen haben beim MGV Holthausen Wurzeln, die nachweisbar bis in das Jahr 1890 zurückreichen, wie Hartmut Damschen unter anderem bei seiner kurzweiligen Ansprache berichtete. 

Siegfried Davideit, der an dem Abend für die Musik verantwortlich zeichnete, streute passend an einigen Stellen Karnevalslieder ein, zu denen bereits geschunkelt wurde. Mit dem Bierlied wurde vom offiziellen Teil auf das Mettwurstessen mit Sauerkraut und Kartoffeln und dem anschließenden Festprogramm übergeleitet. Mit „Einmal Prinz zu sein im Elsetal…“ hatte Prinz Klaus I. Schmidt seinen Wunsch erfüllt gesehen, und führte durch die anschließenden Auftritte. Der Idee seiner Frau folgend, hatte Schmidt nach einem karnevalistischen Tanzpaar Ausschau gehalten und wurde bei der Karnevalsgesellschaft Ennest fündig. Hanna Wacker und Tim Fischer trainieren bereits seit neun Jahren zusammen und legten einen begeisternden Gardetanz hin. 

Hanna Wacker und Tim Fischer begeisterten die rund 170 Besucher mit ihrem Gardetanz.  

Die Attendorner „ALTstattBUBEN“ hatten mit den Karnevalsliedern bei ihren zwei Auftritten für gute Laune gesorgt, was mit gemeinsamem Schunkeln, Mitsingen und herzlichem Applaus honoriert wurde. Wie auch sonst üblich, gab es aus den Reihen des MGV eigene Beiträge. Hans-Walter Schatte hatte zum einen als Hausmann alle Hände voll zu tun und war beim zweiten Mal hochbeglückt, als er in einem Lied besang, dass er von einem Engel geküsst worden war. Gerne gesehen und stets dabei sind Mitglieder der Kaun-Familie. Passend dazu ertönte „Wir sind eine große Familie“ und anschließend wurde der Saal mit „Von vorne, nach hinten…“ in Bewegung gebracht. Udo Gailus konnte seiner Frau Edith bei einem Theaterbesuch beweisen, dass er sich seine Füße vorher gewaschen hatte. 

Hans Beier legte in seinem Lied vom Thermomix seine anfängliche Zurückhaltung gegenüber dem Haushaltsgerät ab, weil er entdeckte, dass das Teil unter anderem auch alte Schrauben sortieren kann. Menschlich – allzu menschlich – können ungewollte Laute aus den hinteren Regionen sein: So kam das Lied „Ein kleiner F…“, bei dem Hans Gneickow mit seiner Tuba die Unterschiedlichkeit der verursachten Laute verdeutlichte. Es war ein herrlicher Spaß, zu dem Hans Beier und Herbert Wilberg das Lied sangen. Das Ehepaar Gailus und Hartmut Damschen hatten mit dem Sketch „Das Zäpfchen“ über die Anwendung desselben die Lacher auf ihrer Seite. 

Marion Kaun überzeugte als „Et Tusnellche“.

Als „Et Tusnellche“ brillierte Marion Kaun: Sie bekam mit ihrer perfekten Kopie des Originals reichlich Szenenapplaus und bützte anschließend Klaus Schmidt und Herbert Wilberg, die die Spuren davon noch lange zu tragen hatten. Ohne Herbert Wilberg, wie Damschen eingangs betonte, seien Feste wie das Mettwurstessen oder die Musikalische Kaffeetafel nicht realisierbar. Der spontane Applaus der Besucher zeigte, dass diese, wie auch die Sänger der gleichen Überzeugung sind. Die musikalischen und organisatorischen Punkte des Programms lagen wieder größtenteils in seinen Händen. 

Große Unterstützung erhielt er von Aloys Kaun, Klaus Schmidt, Hans Beier und vielen Helfern hinter den Kulissen. Nach dem Programm saß man noch lange gemütlich beisammen oder tanzte zur Musik von Siegfried Davideit.

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