Förderverein der evangelischen Kindergartenarbeit feiert Jubiläum auf MME-Gelände

20 Jahre Unterstützung für die kleinsten Herscheider

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Herscheid - Der Förderverein für evangelische Kindergartenarbeit in der Kirchengemeinde Herscheid nutzte den Fahrtag bei der Sauerländer Kleinbahn am Sonntag, um einen Gottesdienst zum 20-jährigen Bestehen und zum Erntedankfest im Lokschuppen zu feiern.

Mehr als 200 Besucher folgten der Einladung zum Gottesdienst, der von etwa 60 Kindern der Kindergärten Unterm Regenbogen und Arche Noah musikalisch und tänzerisch mitgestaltet wurde. Durch den Gottesdienst führte Jugendreferent Sebastian Prass. Der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde begleitete das Fest musikalisch.

 Die Hungersnot war einst so groß und Jesus speiste eine große Volksmenge mit fünf Broten und zwei Fischen – was schier unmöglich erschien. „Doch bei Gott ist nichts unmöglich. Nicht nur die grundlegende und notwendige Nahrung wird geschenkt, sondern viel mehr, dass der Tisch übervoll ist und der Becher überfließt“, so erklärte der Jugendreferent das Phänomen. 

Heute stellten sich meist andere existenzielle Fragen: „Besteht morgen noch die Firma, und ist der eigene Arbeitsplatz sicher? Kann der Kredit abbezahlt werden oder was ergibt der Befund beim Arzt? Doch dagegen steht Gottes Versprechen: Ich bin da!“, hieß es im Gottesdienst. Sebastian Prass erinnerte mit dem Erntedankfest daran, zurückzuschauen und genau hinzuschauen und zu erkennen, dass Gott in dieser Welt und in das Leben hineingewirkt hat. „Dankbar sein über die eingefahrene Ernte und den reich gedeckten Tisch. Auch wenn Not und Verzweiflung noch so groß sind, Gott lässt keinen im Stich“, so lautet die Botschaft in der Bibel. 

Die vielen mitgebrachten Gaben von Kindern und Erwachsenen, die auf dem improvisierten Altar neben einer aus Getreide gestalteten Krone abgelegt wurden, kommen der Plettenberger Tafel zugute. 

Der neue erste Vorsitzende der Fördervereins, Dirk Grein, die zweite Vorsitzende Martina Brühne und Kassenwartin Janine Kaufmann bedankten sich im Rahmen des Gottesdienstes bei Eberhard Kaufmann, der vor 20 Jahren zum Vorsitzenden gewählt worden war und seit der damaligen Vereinsgründung dem Förderverein beistand, ihn unterstützte und viele wichtige Projekte realisieren konnte. Ein Dankeschön gab es aber auch an alle weiteren Mitglieder des Vereins, die nun durch ihre Ehrenämter seit vielen Jahren die evangelischen Kindergärten unterstützen. Der Förderverein hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die evangelischen Einrichtungen mit notwendigen und wünschenswerten Dingen im Alltag durch Spenden finanziell zu unterstützen. 

Damit wird ein wichtiger Beitrag geleistet, Kinder zu fördern und zu fordern. Mit vereinten Kräften ist es dem Verein bereits gelungen, unter anderem einen Seilgarten in Hüinghausen zu errichten und das Außengelände in Herscheid neu zu gestalten. Darüber hinaus konnte die Finanzierung von Jahrespraktikantinnen für beide Einrichtungen gesichert werden. 

Ein besonderes Bonbon für die Kinder im Anschluss des Gottesdienstes war eine Freifahrt mit dem von Dampflok Bieberlies gezogenen Museumszug, der sich bei Sonnenschein vom Bahnhof Hüinghausen bis zum Köbbinghauser Hammer in Bewegung setzte. 

Auf dem Bahnhofsgelände stand das „Feuerrote Spielmobil“, vor dem die Kinder mit verschiedenen Spielgeräten ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Der Förderverein sah es als günstige Konstellation, das Erntedankfest und das 20-jährige Bestehen auf dem Bahnhofsgelände der MME (Märkische Museumseisenbahn) stattfinden zu lassen. 

Die Museumsbahner stellten ihre Räumlichkeiten für diesen Anlass gerne zur Verfügung und freuten sich über die vielen Besucher und das tolle Herbstwetter.

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