Ein Jahr voller Veränderungen und Aktionen

Keine Spur von Langeweile im Seniorenzentrum

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Hans Bartholomay überreicht den Spendenscheck an Heidrun Cordt und Anke Dahlhaus. 

HERSCHEID - Wer meint, dass in einem Altenheim ständig Langeweile herrscht, der irrt. Der Neujahrsempfang im Herscheider Seniorenzentrum bewies das Gegenteil.

Einrichtungsleiterin Anke Dahlhaus und Pflegedienstleiterin Daniela Böhme ließen in ihrem Rückblick die letzten Monate Revue passieren. „Wir haben gar nicht alle Ereignisse in unserem Bericht unterbekommen“, stellte Anke Dahlhaus fest, dass sich im Jahr 2017 wieder einiges getan habe in ihrer Einrichtung. 

Beispielhaft erinnerte sie an die vielen Renovierungsarbeiten: Der Wohnbereich I erhielt eine neue Teeküche, die Auffahrt zum Bistro wurde gepflastert, die Fassade erstrahlt in frischen Farben und ein Bewohnerbadezimmer wurde umgestaltet. Unter dem Punkt Neuanschaffungen wurden fünf Niedrigflurbetten, eine Schiebehilfe, eine Schwestern-Rufanlage und eine neue Eingangstüranlage erwähnt. 

Ständiges Thema im Seniorenzentrum waren die unterschiedlichen Prüfungen: Über das Jahr verteilt schauten sich die Heimaufsicht, der Märkische Kreis (Brandschutz), das Gesundheitsamt, das Amt für Arbeitsschutz, der Medizinische Dienst und ein Lebensmittelkontrolleur im Seniorenzentrum um. Mängel seien nicht entdeckt worden, konnte Daniela Böhme zufrieden feststellen. Die Umstellung der Medikamenten-Versorgung – diese werden nun von der Apotheke bewohnerbezogen geliefert – erspare den Pflegekräften Zeit. Gleiches gelte für die Verschlankung der Pflegedokumentation, die nun auf Computerbasis funktioniere. 

Die höchste Priorität genieße jedoch weiterhin der herzliche Umgang mit den Bewohnern. Um deren Alltag abwechslungsreich und bunt zu gestalten, lassen sich die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter einiges einfallen: Tanzcafé und Stammtisch wurden neu eingeführt, die Männer wanderten an Vatertag gemeinsam in die Dorfwiesen und der große Wintermarkt lockte viele Besucher von außerhalb ins Haus. Saisonale Feste zu Karneval, Ostern, im Oktober und zu Weihnachten durften nicht fehlen. Die Erinnerung an die verstorbenen Bewohner gehört ebenso zum Jahresprogramm, wie die Besuche anlässlich des Generationenprojektes. All dies sei nur möglich dank der großartigen Arbeit der Mitarbeiter, der Hilfe der Wegbegleiter und der Unterstützung des Förderkreises, betonte Anke Dahlhaus. 

Dieses positive Bild des Seniorenzentrums sei auch von außen deutlich spürbar, lobte Bürgermeister Uwe Schmalenbach in seinem Grußwort: Die Gemeinde könne stolz sein, so ein tolles Seniorenzentrum zu haben. 

Auch Hans Bartholomay überzeugte sich gestern von dem „fantastischen Zustand“ des Hauses. Er war in seiner Funktion als Vorsitzender des Fördervereins im Lions-Club Lüdenscheid-Lennetal nach Herscheid gekommen; die Lions tagen seit über 50 Jahren im Hotel „Zum Adler“. In dieser Zeit „haben auch wir von der Wertschätzung erfahren, die dem Seniorenzentrum entgegengebracht wird“, sagte Bartholomay. 

Um die Arbeit unterstützen zu können, hatte er einen Spendenscheck über 2 000 Euro mitgebracht. Diesen nahm die Vorsitzende des Förderkreises Heidrun Cordt freudestrahlend entgegen: „Wir haben schon eine Idee, was wir mit diesem Geld machen können. Darüber werden sich alle Bewohner freuen.“ Den genauen Verwendungszweck verriet sie noch nicht.

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