Wie die VHS-Dozentin Ina Traube ihre Liebe zu Island entdeckte

„Das Land ist ein Traum, die Sprache ist grausam“

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So schön ist Island: Der hier abgebildete Hjálparfoss ist ein Wasserfall im Süden der Insel.

Herscheid - Bei vielen Deutschen steht der Inselstaat Island ganz oben auf der Urlaubsliste. Kein Wunder, denn „das Land ist ein Traum“, berichtet Ina Traube, die selbst in Island wohnt und ein Stück der Inselfaszination und der Sprache kürzlich mit nach Herscheid brachte.

„Die Sprache ist grausam“, kündigte Ina Traube direkt zu Beginn ihres Seminars an, das sie im Auftrag der Volkshochschule Volmetal leitete. Ohne sich mit der Grammatik herumzuschlagen, aber dafür mit jeder Menge Spaß und Informationen fand das Tagesseminar in den Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule statt. 

Dass sich nur wenige Teilnehmer angemeldet haben, war nicht ungewöhnlich. Neben den sonst angebotenen Sprachkursen wie Englisch Italienisch oder Französisch, ist Isländisch äußerst exotisch. So war es auch nicht verwunderlich, dass die meisten Teilnehmer schon auf irgendeine Weise einen Bezug zu dem Land im hohen Norden hatten. 

Überwiegend gaben die Teilnehmer die Liebe zu den einzigartigen Islandpferden als Grund für die Anmeldung zu diesem Seminar an. Auch für die Dozentin Ina Traube waren die Islandpferde oder auch Islandponys wie sie genannt werden, der Beginn einer großen Leidenschaft für das Land, das mittlerweile zu ihrer Heimat geworden ist. Diese sehr robusten Pferde haben sich an die harten klimatischen Bedingungen des Landes angepasst und sind vielseitig einsetzbar. Obwohl sie kleiner sind, lässt ihr muskulöser Körperbau es zu, dass erwachsene Menschen auf ihnen reiten können. 

Ina Traube erzählt, dass sie sich bei einer Reittour durch das Isländische Hochland den Island-Virus eingefangen hat. Von da an wurden ihre Besuche in dem Land immer häufiger und dauerten länger. „Das Land ist einfach faszinierend und die Landschaft umwerfend. Das Reiten mit freilaufenden Pferden ist traumhaft und macht süchtig“, schwärmt Ina Traube. 

Mittlerweile arbeitet sie als Reiseleiterin und begleitet Wanderreittouren mit freilaufenden Pferdeherden, leitet Rundreisen, Städtereisen und Tagestouren. Um diesen Beruf zu erlernen, musste Ina Traube zunächst die Landessprache erlernen, denn die schulische Ausbildung war komplett auf isländisch. Dabei half ihr, dass sie drei Monate in Island auf einem Bauernhof gelebt hat und dort ausschließlich isländisch gesprochen wurde. „Es ist einfach wichtig, dass man die Sprache des Landes, in dem man lebt, beherrscht.“ 

Ein bisschen bedauert die Referentin, dass sie im Hauptstadtbereich wohnt, aber von dort aus starten die meisten Touren, die sie begleitet. Ein besonderer Renner unter diesen Touren ist jetzt gerade im Winter die Faszination der Polarlichter oder auch Nordlichter. Auf der gesamten Vulkaninsel hat man die Chance, diese Lichter zu sehen, da Island nur knapp unterhalb des Polarkreises liegt.

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