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„Das Leben wird teurer“: Häufiges Motiv der Corona-Impflinge im Impfbus

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Von: Ines Engelmann

Alexander Altergot ließ sich im Bus von Dr. Egbert Stüeken gegen das Corona-Virus impfen – mehr oder weniger freiwillig, wie der junge Mann gestand.
Alexander Altergot ließ sich im Bus von Dr. Egbert Stüeken gegen das Corona-Virus impfen – mehr oder weniger freiwillig, wie der junge Mann gestand. © Ines Engelmann

Die Corona-Pandemie ist allgegenwärtig. Die Impfkampagne der Bundesregierung geht weiter voran. beteiligte sich auch der Metallwarenherstellers GAH Alberts an der Aktion.

Herscheid – Unter dem Motto „#HierWirdGeimpft“ ermöglichte die Firma GAH Alberts einen weiteren Standort für den mobilen Impfbus. Dieser stand aus diesem Grund auf dem Parkplatz von Herscheids größtem Arbeitgeber. Insgesamt haben sich vor Ort 67 Menschen impfen lassen. (News zum Coronavirus im MK)

Die Verantwortlichen zeigten sich zufrieden mit der Impfbereitschaft. „Wir freuen uns, dass es den ganzen Tag über eine rege Teilnahme gab und offenbar noch viele Menschen von dem Angebot Gebrauch gemacht haben“, zieht Personalleiterin Jutta Wrona ein positives Fazit.

Impfbus bei Firma GAH Alberts: Corona-Test müssen Bürger bald selber zahlen

Nicht nur Mitarbeiter konnten sich impfen lassen. Auch jeder andere war willkommen. Alexander Altergot war einer dieser Impflinge. „Ich lasse mich impfen, weil das Leben ab Oktober sonst ziemlich teuer werden wird“, erklärt der 21-Jährige aus Meinerzhagen. Bekanntlich wird der Corona-Test ab dem 11. Oktober kostenpflichtig. Bürger müssen den Test dann selbst zahlen. Wie teuer der Test genau wird, ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums noch nicht geklärt.

Altergot sah bisher keinen Grund sich impfen zu lassen. Er sei skeptisch, ob die Impfung wirklich etwas bringe und wirke. Nun habe der 21-Jährige das Gefühl, von der Regierung zur Impfung gezwungen zu werden. Er ließ sich deshalb – mehr oder weniger freiwillig – impfen.

Impfbus bei Firma GAH Alberts: Darum ließen sich die Menschen vor Ort gegen Corona impfen

Ähnlich ging es an diesem Tag vielen anderen jungen Impflingen. Viele sahen zwar keinen Sinn darin, sich impfen zu lassen, wenn sie doch „kerngesund“ seien. Lediglich die bevorstehenden Kosten für die vielen Tests stimmten sie um.

Auf einen negativen Corona-Test sind die geimpften Mitarbeiter von GAH Alberts – diese Gruppe machte vor dem Busbesuch stolze 74 Prozent der Belegschaft ausmachen – zwar nicht. Um diese Quote noch zu steigern, hatte sich Personalleiterin Jutta Wrona auf Wunsch des Geschäftsführers Alexander Alberts mit dem Impfzentrum in Verbindung gesetzt. Und so kam der Impfbus auf den Parkplatz des Betriebs.

Das kam dem Mitarbeiter Rafael Bregula nun zu Gute. „Ich wollte mich eigentlich schon früher impfen lassen, aber mehrere Ärzte hatten mir wegen meiner Allergien davon abgeraten. Aber ich finde, wenn der Impfbus schon bis auf den Parkplatz fährt, dann kann man sich nicht mehr herausreden“, sagt Bregula.

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Angst vor den Nebenwirkungen hatte er trotz seiner Allergien an diesem Tag keine. Mittlerweile sei der Impfstoff optimiert worden und gut erforscht. Der 25-Jährige fühle sich zudem von den Ärzten gut beraten.

Dr. Egbert Stüeken, der die Impfungen am Standort bei GAH durchführte, erzählte, dass nicht nur Leute aus der Umgebung für eine Impfung vorbeikamen. „Es war sogar ein Fernfahrer dabei, der zufällig den Impfbus gesehen hat.“ Er habe gesagt, dass er in den kommenden Tagen nur noch im Lkw sitzen würde und dann keine Chance mehr habe sich impfen zu lassen.

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