„Dann haben wir jetzt ein Problem“

Ein Verein ohne Vorsitzenden: Droht dem Trägerverein der Rammberghalle die Auflösung?

Die Drainage entlang der Rammberghalle haben die Mitglieder in Eigenleistung erneuert. Ebenso wurde ein zweites Fallrohr für Regenwasser angebracht.
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Die Drainage entlang der Rammberghalle haben die Mitglieder in Eigenleistung erneuert. Ebenso wurde ein zweites Fallrohr für Regenwasser angebracht.

Der Trägerverein der Rammberghalle hat ein Problem: Er findet keine Nachfolger für den Vorsitzenden Henning Schröder und Kassiererin Sylvia Skripalle. Interessierte können sich gerne melden, hieß es auf der Jahreshauptversammlung.

Herscheid - Dass sie ihre Ämter zur Verfügung stellen, hatten Schröder und Skripalle schon bei der letzten Versammlung im September 2020 angekündigt. Bis Montag fanden sich keine Kandidaten. Und auch vor Ort meldete sich niemand spontan, als der zweite Vorsitzende, Nils Vöpel, noch einmal in die Runde fragte.

Schröder fasste zusammen: „Dann haben wir jetzt ein Problem.“ Und schnell wurde klar, dass dieses Problem am Montag auch nicht geklärt werden kann. Zusammen mit Skripalle erklärte sich Schröder bereit, sein Amt noch bis Ende 2021 auszufüllen. „Ich mache die komplette Kasse für dieses Jahr“, sorgte die Kassiererin für einen sauberen Schnitt. Dann sei aber Schluss. Für beide.

Die Mitglieder wollen jetzt auf der Suche nach einem neuen Vorsitzenden und einer neuen Kassiererin noch einmal Gespräche führen – mit Freunden, Bekannten und Mitgliedern Hüinghauser Vereine. Vielleicht jemand aus dem Dorf, dem die Halle am Herzen liege. Auch kam der Vorschlag auf, möglicherweise eine Art Vorstands-Team zu bilden oder einzelne Posten auf mehrere Schultern zu verteilen.

Der Vorstand des Trägervereins (von links): Vorsitzender Henning Schröder, die wiedergewählte Schriftführerin Melany Ranke, zweiter Schriftführer Wolfgang Vöpel, Kassiererin Sylvia Skripalle und zweiter Vorsitzender Nils Vöpel.

Einen Lichtblick gab es nach einer guten Stunde aus der Versammlung: Eine Anwesende zeigte Interesse am Kassiererposten, wolle sich das Ganze genauer anschauen.

Am Dienstag, 7. September, soll es ein nächstes Treffen geben, um zu sehen, was der Stand der Dinge ist. Eine Entscheidung, ob sogar die Auflösung des Trägervereins denkbar wäre, soll beim Treffen am Dienstag, 26. Oktober, gefällt werden.

Neuer Hausmeister dringend gesucht

Die Vorstandssituation ist nicht das einzige Problem des Vereins. Zum 1. Oktober hat der Hausmeister der Rammberghalle gekündigt und auch hier ist noch kein Nachfolger gefunden. Auf Minijob-Basis soll sich dieser um die Pflege des Objekts sowie die Reinigung von WC und Halle kümmern.

Seit der letzten Versammlung im September 2020 „ist nicht viel passiert“, entnahm Schröder dem Vorstandsbericht. Es habe keine Vermietungen gegeben. „Das haben wir uns nicht angetan.“ Als Grund nannte er die sich immer ändernden Corona-Regeln. „Das Risiko war zu groß.“ Entsprechend schlecht sah es in der Kasse aus. Ohne Spenden hätte der Verein nicht überlebt, lautete die Bilanz von Sylvia Skripalle.

Maximal 190 Gäste in der Rammberghalle

Derzeit steht noch der Bericht der Bauaufsichts-Prüfung aus. Da werde wohl einiges auf den Verein zukommen, so der zweite Schriftführer, Wolfgang Vöpel. Grund: Weil mehr als 200 Gäste in die Halle können, gelten strengere Regeln unter anderem für Blitzschutzanlagen und Rettungswege. Um Kontrollen in Zukunft zu vermeiden, hat der Verein am Montag beschlossen, nur noch maximal 190 Gäste in die Halle zu lassen.

In Eigenleistung konnte die Drainage außen entlang der Rammberghalle fertiggestellt werden. Auch ein zweites Fallrohr für Regenwasser wurde installiert. Ferner steht die offizielle Abnahme der neuen Lüftungsanlage aus. Wiedergewählt worden ist auf der 38. Jahreshauptversammlung, die unter Drei-G-Regeln stattfinden musste, Schriftführerin Melany Ranke.

Wer Interesse an Vorstandsarbeit beim Trägerverein der Rammberghalle hat, kann sich beim Vorsitzenden Henning Schröder melden – telefonisch (0 23 57 / 17 02 40) oder per Mail (henna.schroder@t-online.de). Eine Mitgliedschaft im Verein ist nicht erforderlich.

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