Gurken schneiden wie im Fernsehen

Hüinghauser Grundschüler lernen von Koch Peter Schürmann viele Küchentipps

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Kochen macht Spaß! Diese Erkenntnis gewannen die Hüinghauser Grundschüler im Landgasthaus. In der Küche von Peter Schürmann bereiteten sie gemeinsam mit ihren Betreuerinnen Liane Haase und Petra Ratter ein Drei-Gänge-Menü für ihre Eltern vor.  

Plettenberg - Da waren die Hüinghauser Grundschüler baff: „Der Peter kann Gurken schneiden wie im Fernsehen“, erzählten sie während ihres Besuches in Schürmanns Landgasthaus.

Keine fünf Sekunden habe es gedauert – und schon sei die Gurke in etwa gleichgroße Scheiben zerlegt worden, berichten die Kinder. Diese Zeit relativierte Peter Schürmann: Er habe zwar beim Gurkenschneiden noch nie auf die Uhr geachtet, aber Rekordhalter sei er bestimmt nicht. Doch im Umgang mit Kochlöffel und Schneidemesser konnte der Wirt aus Schürmanns Landgasthaus den Kindern einige Tricks und Tipps verraten. 

Aufgaben gab es reichlich: Denn die Hüinghauser Schüler, die bereits erfolgreich ihren Ernährungs-Führerschein gemacht haben, bereiteten nun zur Belohnung ein Drei-Gänge-Menü für sich und für ihre Eltern vor. Koch-Erfahrungen hatten die meisten von ihnen bereits daheim gesammelt: Emilia ist Expertin für Pfannkuchen, Gurkensalat „mit Betonsauce“ hatte Lea-Sophie bereits zubereitet, und Marlon war eine Lasagne gelungen. 

Doch in der Küche von Peter Schürmann mussten sich die Kinder zunächst zurechtfinden, denn: „Hier ist alles viel größer als zuhause“, merkten die Kinder an. Außerdem saß ihnen die „Uhr im Nacken“: Insgesamt 31 Personen hatten sich für das gemeinsame Mahl angemeldet. Dieses wurde mit einer Brokkolicremesuppe eröffnet; als Hauptgang wurden Putensteaks mit selbst gemachten Pommes und Gurkensalat serviert. Abgerundet wurde das Menü von Fruchtspießen an Joghurtcreme. 

Die zu verarbeitenden Mengen und die vielen Arbeitsgänge überraschten die Kinder. „Mir tun die Füße weh“, klagte ein Mädchen nach der langen Küchenschicht. Hände waschen, Haarnetz, Schürze, das gründliche Waschen des Gemüses und des Fleisches – die bereits in der Schule verinnerlichten Hygieneregeln setzten die Kinder problemlos um. 

Da bekanntlich auch das Auge mitisst, deckten die Nachwuchs-Köche auch die lange Tafel mit Besteck, Tellern, Servietten und Gläsern ein. Alles war also vorbereitet für den gemeinsamen Genuss mit den Eltern. Und die waren sich nach diesem schmackhaften Mahl einig, dass das bekannte Sprichwort seine Gültigkeit verloren hat: Viele Köche verderben eben doch nicht den Brei.

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