Abbau des wuchtigen Kreuzes in der Herscheider Apostelkirche sorgt für Diskussionen

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Der Altar der Apostelkirche ohne großes Kreuz: Dieses wurde kurz vor dem Weihnachtsfest probehalber abgebaut.

Da staunten die Gottesdienstbesucher am Heiligen Abend und an den Weihnachtstagen in der Apostelkirche nicht schlecht: Beim Blick in den Altarraum fiel schnell auf, dass das große Holzkreuz mit Jesus, darunter Maria und Josef, sowie der Unterbau mit dem Heiligen Abendmahl fehlten.

Wenige Tage zuvor wurde der Altaraufbau aus dem Jahr 1952 abgebaut. Derzeit steht er in der Ecke vor den Gedenktafeln der Gefallenen der Kriege. Lediglich ein kleines karges Kreuz zierte den Altar mit zwei Kerzenleuchtern.

„Wir haben den Altaraufbau probeweise abgebaut, um so zu sehen, wie der Altarraum ohne das wuchtige Kreuz wirkt. Zudem bekommen die alten Kirchenfenster dahinter mehr Wirkung und gerade in den Morgenstunden kommt viel mehr Licht in den Raum“, sagt Kirchmeister Thorsten Kohlen auf Nachfrage.

Im Zuge der bevorstehenden Renovierungsarbeiten wurde, auch auf Vorschlag des Gottesdienstausschusses, das Kreuz probeweise abgebaut.

Der alte, zum sonstigen Interieur passende Aufbau, ist in der Burg Altena zu besichtigen. „Wir haben uns die Frage gestellt, ob der recht moderne Altaraufbau überhaupt zum Kirchenstil passt?“, so Kohlen, der sich, ebenso wie der restliche Gemeindevorstand, bewusst ist, dass diese Aktion in der Gemeinde für viel Diskussion sorgen wird.

„Wir haben bereits einige Meinungen von Gemeindemitgliedern vernommen, die in alle Richtungen laufen“, sagt Pastor Bodo Meyer. Während der Festgottesdienste nahmen die Meinungen zu und wurden vielfältiger. Weiterhelfen werden die vielen Meinungen dem Gemeindevorstand sicherlich nicht.

Geringer werden diese sicherlich auch nicht, wenn man bedenkt, dass auch das Kirchengestühl im Mittelschiff auf dem Renovierungsprüfstand steht.

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