25-jähriges Ordinationsjubiläum von Bodo Meier

Höhen und Tiefen eines Pfarrers

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Im Dezember 2013 zog Bodo Meier mitsamt seiner Spielesammlung in Hüinghausen ein. In der Ebbegemeinde fühlt er sich längst heimisch.

Herscheid – Ursprünglich wollte er die Musik zu seinem Beruf machen. Doch weil er in jungen Jahren nur ein Instrument anstelle der geforderten zwei beherrschte, musste sich Bodo Meier für ein anderes Studium entscheiden.

Die Wahl fiel auf Theologie und war genau richtig, wie Herscheids Gemeindepfarrer rückwirkend betrachtet feststellen kann. „Das war meine erste Liebe“, sagt Meier beim Gedanken an seine erste Kirchengemeinde in Hagen-Dahl. Dort wurde er am 16. Januar 1994 in sein Amt eingeführt. 

Heute, 25 Jahre später, kann er auf Berufserlebnisse in verschiedenen Kirchenkreisen in Westfalen zurückblicken. Bei allen Unterschieden, die er etwa in den Verwaltungsstrukturen kennengelernt hat, so gab es doch stets eine Gemeinsamkeit: Bodo Meier traf auf viele Menschen, die das Leben in den jeweiligen Gemeinden aktiv mitgestaltet haben und diese durch ihr Wirken bereichert haben. 

Seinen Wechsel aus der evangelischen Diaspora in Neheim nach Herscheid vor fünf Jahren hat Meier nicht bereut – im Gegenteil. Er hoffe, dass die Ebbegemeinde die letzte Station seiner aktiven Zeit als Pfarrer sein wird. Seit Ende 2013 wohnt er in Hüinghausen, hat mit der Zeit alle Gruppen, Personen und Eigenarten der Herscheider Kirchengemeinde kennengelernt. 

Hier gebe es viele Menschen, die ihre Aufgaben in der Gemeinde gewissenhaft ausführen. „Für sie ist das kein sinnvolles Hobby, sondern der eigene gelebte Glaube“, beschreibt Bodo Meier. Der 55-Jährige fühlt sich in Herscheid längst heimisch und genießt das vertrauensvolle Miteinander. Dieses werde auch durch die aktuellen Diskussionen um den Abbau des Altaraufbaus in der Apostelkirche nicht getrübt. 

In seinen 25 Jahren als Pfarrer habe er in anderen Gemeinden ähnlich einschneidende Prozesse miterlebt. Dazu zählten nicht nur die Renovierung einer Kirche, sondern auch die Schließung eines Gotteshauses und eines Friedhofes. Höhen und Tiefen gehören in einem Berufsleben dazu, meint Meier. 

Besonders gern erinnert er sich vor diesem Hintergrund daran, wie er 2008 einer Flüchtlingsfamilie, die nach nicht verlängerter Kettenduldung in ihre Heimat abgeschoben werden sollte, zwei Jahre lang Kirchenasyl gewährte. Zu den Eltern und ihren Kinder habe er noch heute Kontakt. 

Ebenso freudig blickt der Gemeindepfarrer auf den 27. Januar: Anlässlich seines Ordinationsjubiläums wird ihm Superintendent Klaus Majoress in der Apostelkirche den Segen erteilen. Im Anschluss lädt Bodo Meier zum gemütlichen Beisammensein ins Martin-Luther-Haus ein. Dort freut er sich auf Familienmitglieder, Wegbegleiter und viele bekannte Gesichter aus der Kirchengemeinde.

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