Angeblicher Unglückstag für Schützenkönig ein Glückstag

Hochzeit am Freitag, dem 13. 

+
Der Schützenkönig Wolfgang Funke hat seine Frau Karin am Freitag, 13. August 1993 geheiratet.

Herscheid - Wolfgang Funke war am Freitag, dem 13. August 1993, sehr aufgeregt. Das hatte jedoch nichts mit dem angeblichen Unglücksdatum „Freitag, dem 13.“ zu tun. Im Gegenteil, an diesem Tag heiratete er nämlich seine Frau Karin Funke.

„Die Hochzeit ist damals zufällig auf dieses Datum gefallen. An diesem Tag passten der Termin am Standesamt in Lüdenscheid und der kirchliche Termin in der Herscheider Apostelkirche gut zusammen“, erklärt der damalige Bräutigam und heutige Schützenkönig. Um so besser war es damals für das Paar, dass es nicht abergläubisch ist.

amals gut mit den Funkes und obwohl es die Tage zuvor geregnet hatte, konnten sie sich an ihrem Hochzeitstag darüber freuen, dass das Wetter aufgeklart war, erinnern sich die Herscheider noch heute. Lediglich Kleinigkeiten seien an ihrem Tag schief gelaufen, aber das habe nichts mit dem angeblichen Unglückstag zu tun. An so etwas glaubt Wolfgang Funke nicht. „Ob mir nun eine schwarze Katze über den Weg läuft, ich unter einer Leiter her gehe oder eben „Freitag der 13.“ ist – das macht mir nichts. Man muss das Leben so nehmen, wie es kommt“, sagt der Herscheider.

„Freitag der 13.“ war für die Familie Funke eher ein Glückstag und heute in einem Monat kann das Paar seine Silberhochzeit feiern. Diesmal allerdings nicht an einem Freitag, sondern an einem Montag.

Die Heimatzeitung hatte im Internetnetzwerk Facebook gefragt, welche Bedeutung „Freitag, der 13.“ für die Bürger hat, ob sie an diesem Tag grundsätzlich vom Pech verfolgt sind oder eher positive Erfahrungen mit dem Tag verbinden oder vielleicht auch gar keine. Von einem wirklichen Pechtag hat niemand geschrieben. Eher wurde geantwortet: „Ein Tag wie jeder andere“, „Glückstag“ und mehrere wünschten sich für heute Glück, weil sie an diesem Tag die Rückreise aus dem Urlaub antreten oder einen Dekra-Termin zur Hauptuntersuchung haben. Eine Dame kann heute sogar ihren 30. Geburtstag feiern.

Der letzte „Freitag, der 13.“ ist übrigens noch gar nicht so lange her: Er war im April. Der nächste angebliche Unglückstag ist jedoch erst wieder im September 2019.

Daher kommt Freitag, der 13. 

Eines der ersten bezeugten Ereignisse, die auf einen 13. fielen, war die im Oktober 1307 vom französischen König Philipp IV. befohlene Verhaftung aller Mitglieder des Templerordens in Paris (Tempelritter). Schon Tage zuvor wurden an alle Dienststellen des Landes versiegelte Umschläge mit den Haftbefehlen versandt. Diese Aktion führte letztlich zur Aufhebung des Templerordens. Trotz der Tragik dieses Ereignisses wird es nicht als Ursprung für den Aberglauben um Freitag, den 13. gewertet. Einer Legende zufolge soll der letzte Großmeister der Tempelritter, Jacques de Molay, an einem Freitag, dem 13. auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare