Arbeitsintensive Zeit

Hochwasser-Hilfe, Klimaschutz, Corona: Keine Pause im Ordnungsamt


Bärbel Sauerland hat in ihrer Funktion als Ordnungsamtsleiterin weiterhin viele aktuelle Themen, die sie bearbeiten muss.
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Bärbel Sauerland hat in ihrer Funktion als Ordnungsamtsleiterin weiterhin viele aktuelle Themen, die sie bearbeiten muss.

Intensive Wochen liegen hinter den Mitarbeitern des Herscheider Ordnungsamts. Intensiv wird es auch weitergehen. Vielfältige Aufgaben stehen an. Ein Überblick.

Herscheid – Zeit zur Erholung in den Sommerferien? Das gilt nicht für die Mitarbeiter des hiesigen Ordnungsamtes. Nach intensiven Wochen und Monaten, in denen der Coronaschutz im Mittelpunkt stand, gesellen sich zu diesem allumfassenden Thema derzeit viele weitere Arbeitsfelder, bei denen Bürgerhilfe ebenfalls an der ersten Stelle steht.

Hochwasser-Hilfen

Zwei Wochen liegt das schwere Unwetter nun zurück, das auch in Herscheid starke Schäden angerichtet hat. Die Landesregierung will Betroffenen mit einer Soforthilfe unter die Arme greifen. Das örtliche Ordnungsamt hilft bei der Beantragung dieser Mittel.

„Bei einem Schaden von mehr als 5 000 Euro sind bis zu 3 500 Euro Soforthilfe möglich“, erklärt Ordnungsamtsleiterin Bärbel Sauerland. Die Höhe dieser Zahlung wird anhand verschiedener Faktoren ermittelt – neben der Schadenshöhe spielt unter anderem die Größe der Familie eine Rolle. Das Geld soll möglichst rasch zur Verfügung gestellt werden.

Neben Privatpersonen unterstützt die Landesregierung mit ihrem Notpaket auch Unternehmen und Angehörige freier Berufe sowie Landwirte und Kommunen. Für all diese Gruppen bietet das Ordnungsamt Hilfestellung bei der Beantragung.

Corona-Änderungen

Auch in Herscheid gilt seit Montag die Inzidenzstufe 1. Dies bedeutet: Einige Lockerungen der letzten Wochen mussten wieder zurückgenommen werden.

Das ist beispielsweise bei der Aktion Sport im Park spürbar: Wer an den Kursen in den Dorfwiesen teilnimmt, der muss seine Kontaktdaten hinterlassen. In den heimischen Gaststätten gilt im Innenbereich wieder eine Maskenpflicht und im Einzelhandel eine Kundenbegrenzung (eine Person pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche).

Was sich geändert hat, darüber informiert die Gemeinde unter anderem auf ihrer Homepage. Telefonische Nachfragen im Ordnungsamt dazu gebe es kaum, erzählt Bärbel Sauerland. Doch auch die stichprobenartige Überprüfung, ob diese Vorgaben eingehalten werden, und die Quarantänekontrolle von Infizierten und Kontaktpersonen gehören zu den Pflichten der Behörde.

Klimaschutz

Eigentlich sollte die neue Stelle schon besetzt sein. Doch die Gemeinde Herscheid und die Stadt Neuenrade, die gemeinsam einen Klimaschutzmanager beschäftigen wollen, müssen sich weiter gedulden. „Ohne eine Förderzusage können wir keinen Vertrag abschließen“, so Bärbel Sauerland.

Das Auswahlverfahren bleibt somit vorerst unbeendet. Die beiden Kommunen haben bereits ein gemeinsames Anforderungsprofil erstellt und die Stelle ausgeschrieben. Darauf haben sich mehrere Interessenten gemeldet. Auch Bewerbungsgespräche wurden bereits geführt. Doch ohne Förderung können diese nicht zu einem Abschluss gebracht werden.

Der Klimaschutzmanager soll in Herscheid in erster Linie die Projekte mit Leben füllen, die durch das Klimaschutzkonzept beschrieben werden; dieses war unter aktiver Mithilfe der Bürger erstellt worden. „Unser Wunschdatum ist der 1. September“, hofft die Ordnungsamtsleiterin, dass der noch einzustellende Mitarbeiter im Herbst starten kann.

Vandalismus

Müll und Lärm führen in Herscheid immer wieder zu Bürgerbeschwerden. Vandalismusschäden treten vergleichsweise selten auf – doch an der Lüdenscheider Straße ist genau dies am Donnerstag geschehen.

Dort haben zwei Jungen das Bushaltestellenhäuschen beschädigt; eine Scheibe ist zersplittert. Weil das Häuschen in Gemeindebesitz ist, hofft das Ordnungsamt, dass die Täter ermittelt werden können. Gelingt dies nicht, muss die Gemeinde für die Reparatur aufkommen – dies geschieht über den Haushalt und somit über Steuergelder der Bürger.

Zum Glück treten derartige Beschädigungen vor Ort eher selten auf, meint Bärbel Sauerland. Als Beispiel führt sie die Dorfwiesen an: Dass diese als Treffpunkt beliebt seien, lasse sich anhand der Hinterlassenschaften der Besucher (Flaschen, Kippen und sonstiger Abfall) erkennen. Aber die aufgestellten Spielgeräte, die Bänke, Basketballkörbe oder die Fitnessgeräte seien bislang zum Glück noch nie beschädigt worden.

Bundestagswahl

Der 26. September rückt immer näher – und somit auch die Bundestagswahl. Bereits jetzt laufen im Rathaus die Vorbereitungen an. Diese seien im Vergleich zur Kommunalwahl im September 2020 aus organisatorischer Sicht zwar nicht ganz so umfangreich. Dennoch gebe es Vorgaben, die die Verwaltung strengstens beachten muss.

Alle Herscheider Wahlberechtigten haben in acht Wochen die Möglichkeit, über die neue Zusammensetzung des Bundestages und die Nachfolge von Angela Merkel mitzubestimmen. Dafür sind viele Wahlhelfer nötig, die an der Durchführung und Auswertung beteiligt sind. „Wir sind bislang recht gut aufgestellt, aber würden uns natürlich über weitere Unterstützung freuen“, sagt Bärbel Sauerland.

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