Erster Herscheider Dorfmarkt wird mit Einweihung des Alten Schulplatzes verbunden

Himmelskäfig, Wasserrolle und ein Segen zum Mitnehmen

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Mit dem Skycage soll es beim Herscheider Dorfmarkt in die Höhe gehen.

Herscheid - Das Votum im Bürgersaal fiel eindeutig aus: Nahezu alle der über 40 Interessierten wünschten sich die Neuauflage des einst so beliebten Frühjahrsmarktes. Die Dorfmarkt-Premiere soll jedoch moderner daherkommen. Wir haben die wesentlichen Fakten des ersten Infoabends zusammengestellt.

Was genau ist geplant? Eine Veranstaltung von Herscheidern für Herscheider – das klingt zunächst nicht ungewöhnlich. Doch die Projektgruppe, die aus den Reihen des Marketingvereins hervorgegangen ist, bastelt an einem Programm mit einigen spektakulären Programmpunkten und mit einer Marktgröße, die sich sehen lassen kann. Für die besondere Würze sollen die Teilnehmer sorgen, die dazu ermutigt werden, kreative Angebote zum Schlemmen, Mitmachen und Staunen vorzubereiten. 

Was sind die Höhepunkte? Zur Einweihung des Alten Schulplatzes will die Gemeindeverwaltung zum Auftakt ein abendliches Konzert auf dem „neuen“ Alten Schulplatz mit Live-Musik spendieren. Der eigentliche Dorfmarkt soll tags darauf mit einem Frühschoppenkonzert um 11.30 Uhr beginnen. Danach soll an den Ständen, die – je nach Teilnehmerzahl – vom Schulplatz über den Neuer Weg und die Straße Auf den Hof bis in die Dorfwiesen aufgebaut werden sollen, die gesamte Bandbreite der Herscheider Aktivitäten erblühen. Außergewöhnlicher Hingucker soll der Skycage werden – eine rundum verglaste Aussichtsgondel, die von einem Schwerlastkran in die Höhe gezogen wird. „Das ist eine Attraktion, die es in Herscheid noch nie gegeben hat“, verspricht Bärbel Sauerland, Mitglied der Planungsgruppe. 

Welche Vorgaben gibt es? Generell gilt: Der Kreativität der Teilnehmer werden keine Grenzen gesetzt. Allerdings sollten sich die Angebote an den Ständen nicht wiederholen und die Aussteller dürften ruhig Mut „zur Spinnerei“ zeigen, sagten die Organisatoren. Soll meinen: Es darf ruhig etwas Besonderes sein. Die DLRG plant beispielsweise, einen Wasserbassin inklusive Wasserrolle aufzubauen, während der SGV eine mobile Kletterwand ins Dorf holen möchte. Inspiriert von diesen Einfällen sprach Gemeindepfarrer Bodo Meier von einer spirituellen Ecke mit einem besonderen Service: dem Segen zum Mitnehmen (to go). Andere Besucher wünschten sich einen Kinderflohmarkt in den Dorfwiesen oder eine Art Krimi-Dinner als Alternative zum Auftaktkonzert. 

Gibt es schon ein Datum? Eigentlich ja: Die Organisatoren hatten für den Dorfmarkt den 5. Mai von 11 bis 18 Uhr vorgesehen. Allerdings wird an diesem Sonntag in der Apostelkirche Konfirmation gefeiert. Viele Familien könnten sich somit an der Veranstaltung nicht beteiligen, gaben mehrere Besucher des Infoabends zu bedenken. Daher diskutiert die Planungsgruppe nun über den 19. Mai als Ersatztermin. 

Wer kann mitmachen? Jeder, der in Herscheid wohnt oder sich mit der Ebbegemeinde identifiziert. Dazu zählen neben heimischen Vereinen, Verbänden, Firmen und Gruppen auch Nachbarschaften und Privatpersonen. Die Planungsgruppe überlegt derzeit, der Atmosphäre wegen einheitliche Hütten für die Aussteller anzuschaffen; zunächst soll der Bedarf ermittelt werden. 

Wer trägt die Kosten? Absperrungen, Strom, Wasser, Reinigung – eine solche Veranstaltung ist mit hohen Kosten verbunden, die für Besucher oftmals gar nicht sichtbar werden. Der Marketingverein hat sich bereiterklärt, für einen Fehlbetrag bis maximal 2 000 Euro aufzukommen. „Wir gehen aber nicht davon aus, dass dieser Fall eintritt“, betonte Hans-Jürgen Jülich vom Orgateam. Über Sponsoren und Fördermittel des Landes (Heimatschecks) sollen finanzielle Hilfen ermöglicht werden. Falls durch den Markt ein Überschuss erwirtschaftet wird, soll dieser für Nachfolgeveranstaltungen genutzt werden. „Wir wirtschaften nicht in die eigene Tasche“, betonte Jülich. 

Was zahlen die Teilnehmer? Basierend auf Erfahrungswerten wurden vorläufige Beiträge kalkuliert. Keine Gebühr für reine Informations- oder Aktionsstände, an denen keine Einnahmen generiert werden. 50 Euro für Stände, an denen Waren zur Mitnahme verkauft werden oder Gewerbetreibende ihre Leistungen (auch für spätere Geschäfte) anbieten. 100 Euro für Stände, an denen Speisen und Getränke zum sofortigen Verzehr verkauft werden. Alle Teilnehmer zahlen eine Kaution von 30 Euro, die nach dem Markt bei einwandfreiem Zustand der Ausstellungsfläche zurückerstattet wird. 

Wie geht es weiter? Über 30 Interessierte haben bereits Anmeldebögen ausgefüllt. Die verbindliche Anmeldefrist läuft noch bis zum 30. November. Bis dahin müssen Interessierte konkret angeben können, wie sie sich am Dorfmarkt beteiligen und wie viel Platz sie benötigen. Das Orgateam wird die Anmeldungen bis zum 15. Dezember auswerten und eine Grobplanung erstellen. Anfang 2019 wird dann erneut zu einem Planungstreffen in großer Runde eingeladen. 

Weitere Informationen: Ansprechpartner für den Dorfmarkt ist Hans-Jürgen Jülich. Er ist zu erreichen unter der Rufnummer (01 51) 57 93 98 86 oder per Email an hjjuelich@t-online.de.

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