Herscheider Wehr unterstützt Kollegen bei Dura-Brand / DRK sorgt für Verpflegung

31 Kräfte sind rund neun Stunden im Einsatz

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Die Herscheider Feuerwehr baute unter anderem die ABC- Dekontaminationsanlage mit Dusch- und Aufenthaltszelten auf.

HERSCHEID - Rund neun Stunden waren die Kräfte der Herscheider Wehr in der Nacht von Freitag auf Samstag im Einsatz: Sie unterstützten die Plettenberger Kollegen beim verheerenden Dura-Brand mit dem Aufbau der Dekontaminationsanlage.

Um 21.46 Uhr war der Dekontaminationszug (‘Dekonzug’) der Feuerwehr Herscheid mit den Löschgruppen Hüinghausen und Rärin alarmiert worden. 

Aufgrund der im Eloxalbecken des Plettenberger Unternehmens befindlichen Chemikalien, musste eine Dekontaminationsanlage für die im Einsatz befindlichen Kräfte aufgebaut werden. Dazu baute die Feuerwehr Herscheid die komplette Anlage mit Dusch- und Aufenthaltszellen auf. Der ‘Dekonzug’ war bis circa 6.00 Uhr morgens im Einsatz. 

Um 21.57 Uhr war dann der ABC-Messzug des Märkischen Kreises alarmiert worden. Dazu rückte auch der ABC-Erkunder der Feuerwehr Herscheid mit aus. Auf diese Weise konnte der Messtrupp der Löschgruppe Herscheid Messungen mit speziellen Chemiemessgeräten an der Einsatzstelle, aber auch im gesamten Plettenberger Stadtgebiet durchführen. Darüber hinaus wurden auch Wasserproben gezogen. Die ABC-Erkunder waren bis 7.00 Uhr im Einsatz. 

Außerdem wurde das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Herscheid mit Wasserwerfer eingesetzt. Angriffstrupps unter Atemschutz unterstützten die Plettenberger Kollegen bei der Brandbekämpfung. Insgesamt waren 31 Einsatzkräfte der Feuerwehr Herscheid mit den Löschgruppen Herscheid, Hüinghausen und Rärin im Einsatz – und das für rund neun Stunden. 

Auch das DRK Herscheid leistete Beachtliches: Von Mitternacht bis zum Samstagmorgen 7.30 Uhr waren sieben Rotkreuzler aus der Gemeinde im Einsatz. Aufgabe war es, die Feuerwehrleute mit Essen und Getränke zu versorgen. Dazu wurden zunächst die Reserven aus dem DRK-Heim Im Uerp abgeholt, wo für den Notfall Verpflegung für etwa 100 Personen gelagert ist. 

Dann ging es zum DRK-Heim Ratschelle, wo die Herscheider Kaffee kochten. Gemeinsam mit dem DRK-Plettenberg wurden Fleischwurst von Metzger Sechtenbeck und Brötchen aus Neuenrade beschafft. Außerdem hatten die Herscheider Kaltgetränke und Schokoriegel organisiert. Nach dem Frühstück für immer noch 150 Einsatzkräfte rückten die Herscheider ab. 

„Wir sind zwar durch Einsätze wie beim Rathausbrand oder dem Brand der Firma Kümesta an derartige Großeinsätze gewöhnt. Aber Dura war in der Intensität und der Einsatzlänge noch einmal eine Steigerung“, erklärt der Herscheider Rotkreuzleiter Stephan Haase.

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