Herscheider zieht Mädchen aus dem Wasser

Dramatische Rettung im Freibad: "Als ich das Mädchen in meinen Armen hielt, hat sie sich nicht mehr bewegt"

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Der Pfeil zeigt, wo es im Herscheider Freibad zu dem Badeunfall kam, der dank Sebastian Rudat ein gutes Ende nahm

An einem der heißesten Tage der letzten Wochen gab es am Samstag einen Schockmoment im Herscheider Freibad. Wie Bad-Betriebsleiter Gunnar Preibusch bestätigte, war es gegen 18 Uhr zu einem Badeunfall gekommen. Ein Herscheider rettete das Mädchen vom Grund des Beckens.

Herscheid - Samstag, 18 Uhr, Herscheider Freibad. Ein Mädchen geht die Treppe in den Schwimmerbereich hinunter und gerät mit dem Kopf unter Wasser. Das Schwimmmeisterteam um Gunnar Preibusch egistriert den Vorfall und ist schon auf dem Weg zum Becken, als ein aufmerksamer Badegast das Mädchen in dem Moment nach oben zieht. 

Schon nach kurzer Zeit ging es dem Kind besser. Dafür spielte der Kreislauf der herbeigeeilten und geschockten Mutter bei den Rekordtemperaturen nicht mehr mit, weshalb der Rettungswagen mit Notarzt alarmiert wurde.

Dramatische Rettung im Freibad: Mutter und Tochter sind wohlauf

Beim Eintreffen der Rettungskräfte ging es Mutter und Tochter nach den Worten von Gunnar Preibusch bereits deutlich besser. Dennoch entschied man, die beiden vorsorglich ins Krankenhaus zu bringen. „Beiden geht es mittlerweile wieder gut“, freute sich Preibusch über den guten Ausgang der Geschichte, die am Samstag allerdings gegen 19 Uhr für ein vorgezogenes Ende des Badebetriebs für die übrigen Freibadgäste sorgte.

Im Nachgang zur Berichterstattung über den Badeunfall meldete sich Sebastian Rudat, der besagte Retter des Mädchens, um die Darstellung von Freibad-Betriebsleiter Gunnar Preibusch aus seiner Sicht zu ergänzen. 

Dramatische Rettung im Freibad: So erlebte Sebastian Rudat das Geschehen

Besagtes Mädchen habe im Schwimmerbereich rund anderthalb Meter von ihm und seinen beiden Freunden im Wasser plötzlich wild um sich geschlagen, um über Wasser zu bleiben. Rudat dazu: „Ich registrierte erst einige Sekunden später, dass es kein Spiel war und ich helfen musste, da anscheinend niemand das Mädchen bemerkt hatte. Ich sprang zu ihr rüber, doch da war das Mädchen schon untergegangen.“ Er sei ihr nachgetauscht, um sie nach oben zu ziehen.

Sebastian Rudat schildert die Rettungstat als Ergänzung zu den Aussagen der Badleitung.

 „Sie war schätzungsweise einige Sekunden unter Wasser. Bevor ich sie heraufholte, war sie schon bis auf den Beckenboden gesunken. Als wir wieder über Wasser waren, bemerkte ich, dass sie bewusstlos war. Sie war plötzlich viel schwerer. Als ich das Mädchen in meinen Armen hielt, hat sie sich nicht mehr bewegt." 

Rettung im Herscheider Freibad: Mädchen bewegte sich nicht mehr

Er habe sie vorsichtig am Beckenrand abgelegt und sich dann umgeschaut, ob jemand zu Hilfe komme. „Zuerst sah ich niemanden zu Hilfe eilen, doch dann kam die Mutter unter Tränen herbeigerannt. Und dann sei plötzlich alles ganz schnell gegangen. „Ich versuchte das Mädchen ins Bewusstsein zurückzubringen. Und dann endlich spuckte sie das Wasser aus, was sie im Becken geschluckt hatte“, so Rudat. 

Noch etwas benommen, sei sie nun immer mehr zu Bewusstsein gekommen. „Die Bademeister waren nun auch vor Ort und halfen mit allen Kräften“, so Rudat, der froh ist, „dass den beiden nichts weiter passiert ist.“

Bei der Hitze ist es am Wochenende in NRW zu mehreren Badeunfällen gekommen. Fünf Menschen wurden tot geborgen, bereits am Freitag in Attendorn wurden Suchen ohne Ergebnis eingestellt. Das Extremwetter in NRW hält an. Der Wetterdienst warnt weiter vor Hitze.

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