Entscheidung fällt bei Mitgliederversammlung

Schützenfest: Herscheid droht eine dreijährige Abstinenz

Werden die Herscheider Schützen in diesem Jahr einen neuen König ausschießen können? Eine Entscheidung gibt es noch nicht.
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Werden die Herscheider Schützen in diesem Jahr einen neuen König ausschießen können? Eine Entscheidung gibt es noch nicht.

Reihum mehren sich die Absagen von Großveranstaltungen und Schützenfesten wegen der Corona-Pandemie. Auch in Herscheid verfolgt man die Entwicklung der Fallzahlen mit großer Sorge. Zu einer Entscheidung, ob das Schützenfest vor Ort ausgetragen werden kann, hat sich der Schützenverein jedoch noch nicht durchringen können.

Herscheid - Ob beim Spaziergang oder beim Einkaufen: Immer häufiger wird Volker Halbhuber angesprochen und hört diese Frage: „Feiern wir im Sommer Schützenfest oder nicht?“ Eine eindeutige Antwort kann der zweite Vorsitzende des Schützenvereins nicht geben. Jedoch erklärt er seinen Gesprächspartnern stets: Jeder Tag mit unverändert hohen oder sogar steigenden Coronazahlen im Märkischen Kreis macht eine Austragung des Festes unwahrscheinlicher.

Vorsichtshalber habe man den Termin Anfang Juli im Belegungsplan der Schützenhalle geblockt, auch mit möglichen Schaustellern für den Festplatz und Kapellen stehe man in Kontakt. „Eine Entscheidung wollen wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 16. April treffen“, erklärt Halbhuber. Wie bereits im Vorjahr soll diese Versammlung übrigens vor Ort in der Schützenhalle in Präsenzform stattfinden.

Die Gesundheit aller und somit der Schutz vor einer Ausbreitung der Pandemie stehe natürlich an erster Stelle, betont der zweite Vorsitzende. Einen leichtfertiger Umgang damit werde es nicht geben. Zugleich erklärt Halbhuber aber auch, warum sein Verein sich schwer damit tue, die Veranstaltung frühzeitig abzusagen: Dies würde aller Voraussicht nach eine dreijährige Fest-Abstinenz in Herscheid bedeuten.

Ob die Regentschaft von Schützenkönigin Martina Schöttler und ihrem Prinzgemahl Dirk um ein weiteres Jahr verlängert wird?

Im letzten Jahr hatte Corona dem Schützenfest bereits einen Strich durch die Rechnung gemacht. In diesem Sommer nun beginnt die umfangreiche Renovierung der Schützenhalle – dem Herzstück eines jeden Schützenfestes. „Wir rechnen mit einer Umbauzeit von 15 bis 18 Monaten“, schätzt Halbhuber. Die ursprünglichen Planungen sahen vor, den Umbau direkt nach dem diesjährigen Schützenfest aufzunehmen. Baustart Sommer 2021 – demnach wäre ein Schützenfest in 2022 aufgrund der umfangreichen Sanierung mehr als unwahrscheinlich.

Doch wie könnte ein Schützenfest in diesem Sommer ausfallen? „Ganz bestimmt nicht so, wie wir es aus den letzten Jahren kennen“, vermutet Volker Halbhuber. Tanzen auf Abstand und mit Maske? Bier aus Einwegbechern, der Hygiene wegen? Dokumentation der Besucher? Mit derlei Fragen will sich der Vereinsvorstand zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht befassen. „Wir werden am 16. April gemeinsam eine Entscheidung treffen“, versichert Halbhuber. 

So sehen die Pläne für den Umbau der Schützenhalle aus.

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