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Neujahrsempfang abgesagt, doch Bürgerpreis soll vergeben werden

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Von: Dirk Grein

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Die letzte Vergabe des Bürgerehrenpreises liegt bereits drei Jahre zurück: Im Januar 2019 überreichte der damalige CDU-Vorsitzende Sebastian Moos (links) die Urkunden an die Vertreter des Hegerings, der Forstbetriebsgemeinschaft und des landwirtschaftlichen Ortsvereins Plettenberg-Herscheid.
Die letzte Vergabe des Bürgerehrenpreises liegt bereits drei Jahre zurück: Im Januar 2019 überreichte der damalige CDU-Vorsitzende Sebastian Moos (links) die Urkunden an die Vertreter des Hegerings, der Forstbetriebsgemeinschaft und des landwirtschaftlichen Ortsvereins Plettenberg-Herscheid. © Archivfoto: Veelen

Die Terminfindung war nicht leicht, doch für Innenminister Herbert Reul erklärte sich die CDU Herscheid bereit, ihren Neujahrsempfang von Januar auf Mitte Mai 2020 zu verschieben. Eine Planung, die von Corona jäh zunichte gemacht wurde: Die CDU musste und muss auf die Ausrichtung ihres Empfangs verzichten, das gilt auch für diesen Winter.

Herscheid - „Wir können momentan nur auf Sicht fahren“, erzählt der CDU-Vorsitzende Thomas Hartung. Und da weiterhin kein Ende der Pandemie in Sicht sei, befasse sich die Ortsunion vorerst auch nicht mit der Austragung eines Neujahrsempfangs. Denn dessen zentrale Bestandteile seien in der Vergangenheit – neben der Preisvergabe und einem Vortrag eines Gastredners – der Kontakt und das gemeinsame Gespräch gewesen. Dinge, die in der Coronazeiten leiden.

Außerdem, so gibt Hartung zu bedenken, sei die räumliche Situation derzeit schwierig: Ihre bisherigen Empfänge habe die CDU bevorzugt in der Gemeinschaftshalle ausgetragen, weil dort ausreichend Platz für die vielen Besucher sei. Doch eben jene Halle ist bis auf Weiteres nicht nutzbar, weil sie von Grund auf saniert wird.

Mögliche Alternativen wie die Rammberghalle in Hüinghausen oder die Schulaula am Rahlenberg seien bislang nicht diskutiert worden, weil eine Austragung ohnehin schwierig sei. „Wir wollen mal abwarten, wie sich die Situation bis 2023 entwickelt“, sagt der Vorsitzende.

Noch in diesem Jahr wolle die CDU nach dreijähriger Pause wieder einen Bürgerehrenpreis vergeben. Diese Ehrung erfolgte bislang stets im Rahmen des Neujahrsempfangs – aufgrund der besonderen Umstände soll beides ausnahmsweise voneinander getrennt werden. Den passenden Rahmen für die Verleihung und auch ein Datum – abhängig von der allgemeinen Corona-Situation – will die CDU noch wählen.

Keine Konkurrenz zum Heimatpreis

Erstmals verlieh die Ortsunion den Bürgerehrenpreis übrigens im Jahr 1987. Er ist gedacht für „Einzelpersonen oder Personengruppen, die auf gesellschaftlichem, sozialem oder kulturellem Gebiet zum Wohl der Allgemeinheit außergewöhnliche Leistungen erbracht haben“, so heißt es in der Beschreibung der CDU. Somit habe er zwar gewisse Schnittmengen, aber auch Unterschiede zum Heimatpreis, den die Gemeinde inzwischen bereits zweimal vergeben hat. Beides stehe nicht in Konkurrenz zueinander, zumal das ehrenamtliche Engagement in Herscheid ungebrochen groß sei, betont Thomas Hartung: „An der Vergabe des Bürgerehrenpreises und an der Ausrichtung des Neujahrsempfangs wollen wir unbedingt festhalten.“

Wie wichtig derlei Veranstaltungen seien, werde durch die Pandemie deutlich: Wie der CDU-Vorsitzende betont, komme durch die derzeitigen Einschränkungen vor allem das Zwischenmenschliche zu kurz. Auch deswegen sei ein Neujahrsempfang wichtig.

In diesem Zusammenhang verrät Thomas Hartung, dass er an der bekannten Veranstaltungsform festhalten möchte, also einer Austragung an einem Sonntagvormittag. Die Versuche im Jahr 2017, den Empfang mit einer Party an einem Samstagabend zu verbinden, seien „nicht so erfolgreich gewesen, wie wir uns das gewünscht haben“. Umso mehr hofft Hartung, in 2023 wieder zu einem klassischen Neujahrsempfang einladen zu können.

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