Wochenmarkt aufgrund des Wetters eine Stunde eher beendet

Herscheider Markthändler machen hitzefrei

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Mit Vorhängen und einem großen Schirm sorgte Josef Diril (links) gestern Vormittag an seinem Stand für zusätzlichen Schatten, den vor allem das Gemüse dringend nötig hatte. „Wassermelonen haben kein Problem mit der Hitze“, zeigt hingegen Simon Varis (rechts).

Herscheid - Sowohl Besucher und Händler, als auch deren Waren kämpften mit den hohen Temperaturen: Der Herscheider Wochenmarkt litt am Donnerstag unter der Sommerhitze.

Bedingt durch die Urlaubszeit war die kleine Standrunde zusammengeschrumpft. Fischhändler Ali Schmidt und Blumenhändlerin Andrea Hohlfeld waren erst gar nicht zum Hallenplatz gekommen. Und Koch Ralf Milkereit befindet sich seit Wochen in der Sommerpause. „Für seine Eintöpfe wäre es zurzeit viel zu warm“, sagte Marktsprecherin Traute Bühner.

Somit waren am Donnerstag drei Händler auf dem Wochenmarkt vertreten. Und auch die blieben nicht bis zum regulären Verkaufsende um 13 Uhr. „Wegen der Hitze hören wir eine Stunde eher auf“, erklärte Traute Bühner.

Viele Stammkunden hatten ihre Einkäufe bereits am Vormittag erledigt, um der großen Mittagshitze aus dem Weg zu gehen. „Das Wetter ist ja auch fies“, gestand Traute Bühner.

Reiner Wiebel konnte der Entscheidung, ausnahmsweise hitzefrei zu machen, nur Positives abgewinnen. „So eine lang anhaltende Hitzeperiode habe ich noch nicht häufig miterlebt“, sagte der 54-Jährige. Er zeigte Verständnis dafür, dass weniger Kunden als an „normalen Tagen“ kamen, auch wenn dies unterm Strich für ihn geringere Umsätze bedeutete.

Aufschnitt, Wurst, Leberkäse - aufgrund der Kühlung in seinem Verkaufswagen konnte Metzger Reiner Wiebel das gewohnte Sortiment auf dem Herscheider Hallenplatz anbieten.

Dennoch zeigte er sich zufrieden, in erster Linie mit der eigenen Ausrüstung. „Vor 20 Jahren hätte man bei solchen äußeren Bedingungen kein Fleisch anbieten können.“ Dank des technischen Fortschritts verfüge er über ein modern ausgerüstetes Verkaufsmobil. Aufgrund der Kühlung herrschten gestern trotz der Außentemperaturen im 30-Grad-Bereich kühle drei Grad Celsius.

Derartig moderne Hilfsmittel standen Josef Diril und Simon Varis nicht zur Verfügung. Sie versuchten, ihren Stand mit Hilfe von kleinen Vorhängen und mit einem großen Sonnenschirm zu schützen – mit bedingtem Erfolg. „Unsere Ware leidet unter dem Wetter“, gestand Josef Diril. Insbesondere Gemüse sei anfällig, daher hat man das Sortiment deutlich ausgedünnt und zusätzlich wurden einzelne Sorten gewässert. Dem Obst – etwa Äpfeln oder Nektarinen – oder auch den bei den hohen Temperaturen beliebten Wassermelonen, macht die Hitze hingegen nichts aus.

Den beiden Markthändlern war die Erleichterung anzumerken, gestern früher Feierabend machen zu können. „Auch für uns ist das Wetter eine Belastung“, meinte Josef Diril. In Gesprächen mit Kunden sei das Wetter das dominierende Thema gewesen. „Einige Kunden meinten sogar, dass es einen solch heißen Sommer schon seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben habe“, sagte der Händler.

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